ein menschlicher Kopf im Universum

Realität: Ist man Schöpfer des eigenen Lebens?

In Gesundheit für die Seele by Matthias A. Exl5 Kommentare

Im Buch "Befreie dich selbst!" schrieb ich darüber, dass der Mensch Schöpfer der eigenen Realität sei. Gleichzeitig betone ich immer wieder, dass sich "kein Blatt bewegt, ohne dass ER es will", dass es wichtig sei, alles anzunehmen und das Schöne und Glorreiche an einer Situation zu erkennen.

Schöpfer des eigenen Lebens sein - alles Annehmen: ein Widerspruch?

Was meinte ich mit "Schöpfer der eigenen Realität sein". Die eigene Realität entspricht der eigenen "subjektiven Wirklichkeit". Diese ist - "subjektiv", abhängig von der emotionalen und gedanklichen Einstellung einem Objekt oder einem Ereignis gegenüber. Es bedeutet, dass das "Ich" des Menschen nie "die Realität" wahrnehmen kann, sondern nur eine subjektiv verfremdete Form von dem, was ist! Sehr oft bedeuten diese Verfremdungen Probleme und Schwierigkeiten, die Welt erscheint als schlecht oder schmerzhaft.

Im Buch zeige ich Möglichkeiten auf, jene "Sehschwäche" zu beheben. Affirmationen sind ein mögliches Mittel dazu. Wir sehen, "der geklärte Beobachter in mir" ist in der Lage, die Brille, die die Realität verfärbt zu putzen. Jene Möglichkeit wurde uns als Mensch gegeben, sie nennt sich Entwicklung. Der Weg nennt sich Selbstfindung.

In welchem Kontext steht dies nun zu "Alles annehmen"

Alles anzunehmen bedeutet zu akzeptieren, dass nichts aus Zufall geschieht. Unser gesamtes Leben ist ein perfekt geplantes Szenario. Jede von uns scheinbar getroffene Entscheidung war tatsächlich aber schon immer entschieden. Es geht nur darum, die Entscheidung zu verstehen!
Subjektiv glaubt das "Ich" fähig zu sein Gott zu spielen und "Entscheidungen" zu treffen. Welch Irrtum! Erstens kommt es anders, zweitens als man denkt - das Leben zeigt uns, dass es unkontrollierbar ist und sich nicht um unseren Glauben an "Entscheidungen" kümmert. Akzeptanz und Annahme bedeutet den Strom des Lebens zu akzeptieren, diesen anzunehmen und mehr noch Liebe und Respekt für diesen zu entwickeln. Es ist ein ständiger Prozess des loslassen und des abgebens von Kontrolle des "Ichs" und einer Entwicklung hin zu Hingabe.

Hingabe kennt nur ein Wort für jede Situation: Danke! Wir sehen, es besteht kein Widerspruch im Prozess des Brilleputzens um das Glorreiche und Schöne zu erkennen und dabei alles anzunehmen, wie es ist. Ist es gut, ist es gut. Ist es schlecht, ist es schlecht. In Wirklichkeit ist es Liebe.

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In Verbundenheit,

Graphische Unterschrift von Matthias Exl

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Matthias A. Exl, MBA arbeitete viele Jahre erfolgreich im Ausland in leitenden Positionen internationaler Konzerne. Es folgte eine Phase der Neuorientierung, in der sich Matthias die Frage stellte, ob Geld, Status und Macht tatsächlich glücklich machen können. Im Streben nach Werten und Sinn verlagerte Matthias seine Tätigkeit in den NPO Bereich. Matthias ist Initiator des erfolgreichen Zauberwald Projekts und publizierter Autor (vgl. „Befreie dich selbst! Über die Kunst wahrhaftig zu leben“, 2008). Außerdem arbeitet Matthias als Spezialist für digitales Marketing, freier Journalist, bloggt auf https://befreie-dich-selbst.com über philosophische Themen und ist Gründer von Two Wings und Digicube.

Kommentare

  1. Lieber Matthias,

    das heisst also, ich bin Schöpfer meiner eigenen Realität im Sinne von “Ich bin in der Lage meinen Blickwinkel auf die Dinge zu ändern, womit sich automatisch meine Realität verändert”? In anderen Worten: Es ist meine “Schöpfung”, ob ich das Glas als halb voll oder als halb leer betrachte?

    Aber wir sind nicht Schöpfer unserer Realität im Sinne von “The Secret” oder “Bestellungen beim Universum”…. d.h. Es hat keinen Sinn, Visualisierungsübungen zu machen und sich schöne, wünschenswerte Situationen “auszumalen”?

    Warum wird das dann so oft empfohlen? Und was hat es dann mit der Aussage “Gedanken sind Energie, folgen der Aufmerksamkeit und werden zur Realität”?

    ALLES LIEBE,
    Nadja

    1. Author

      Namaste liebe Nadja,
      du hast es erfasst. Die vielen Wunscherfüllungsbücher sprechen natürlich den Trend der Zeit an. Durch die Vermischung tiefer spiritueller Weisheit mit dem Gedanken des “Haben Wollens” entsteht eine große Bewegung. Natürlich hat der Mensch die Möglichkeit den Geist auf etwas auszurichten. Ein Beispiel wäre Geld. Das Fatale ist, dass wenn man dann das Geld erhalten hat glaubt man doch tatsächlich, dass es mit der Ausrichtung des Geistes zu tun gehabt hat. Alleine das Faktum, dass ich mir dies “wünschte” und “erhielt” ist Teil meines Plans. Den sowohl aus dem Wunsch, als auch der Erfahrung, die daraus entsteht wird eine neue bereinigtere Form von mir entstehen, die vielleicht sagt: “Geld macht nicht glücklich”. Energie folgt der Aufmerksamkeit, keine Frage: sie ist “subjektive Wirklichkeitsbestimmend”. Die Realität jedoch ist verschleiert durch jene Energie. Dies ist die Kraft von “Maya”, der Täuschung, in der man sich verfängt. Ein geklärter Geist hat losgelassen, projizierte Ängste verlieren an Kraft, projizierte Sorgen verlieren an Reflektionsfläche – Energie folgt der Aufmerksamkeit. Aus diesem Prinzip entsteht aber nicht “Geld”, weil ich es mir wünsche. “Liebe”, weil “ich” “sie haben will”.

      Umarmung von Herzen,
      Om,
      Matthias

      1. Und wie ist dann die Passage aus dem Evangelium zu verstehen, wo es heisst: “Bittet, so wird euch gegeben […]”?

        1. Author

          Namaste liebe Nadja,
          danke dir von Herzen für deine Zeilen. Du beziehst dich auf meinen Namensvetter:
          “Bittet, so wird euch gegeben werden; suchet, so werdet ihr finden; klopfet an, so wird euch aufgetan werden! Denn jeder, der bittet, empfängt; und wer sucht, der findet; und wer anklopft, dem wird aufgetan werden.
          Oder welcher Mensch ist unter euch, der seinem Sohn, wenn er ihn um ein Brot bittet, einen Stein gäbe, oder auch, wenn er um einen Fisch bittet, ihm eine Schlange gäbe? Wenn nun ihr, die ihr doch böse seid, euren Kindern gute Gaben zu geben wisst, wieviel mehr wird euer Vater in den Himmeln denen Gutes geben, die ihn bitten!”
          Matthäus 7,7-11

          Auch Sai Baba sprach einst davon, dass sich “der göttliche Vater/die göttliche Mutter” dem Suchenden gegenüber auch als solches verhält und gibt.
          Nur gibt die Mutter/der Vater seinem Kind auch Eis und Cola zu essen, wenn dem Kind bereits schlecht ist? Dies ist genau der Grund, wieso dem Kind nicht all das gegeben wird, was es wünscht, sondern vielmehr das was es braucht. Es ist ein Akt der Liebe, bei dem das Kind sehr oft empört aufstampft.

          Umarmung von Herzen,
          Om,
          Matthias

          1. Verstehe… d.h. im Grunde geht es darum, dass nur Gott alleine weiss, was für uns zu einem bestimmten Zeitpunkt das Beste ist… und wir können ihn um Klarheit und Einsicht bitten, um zu verstehen, warum die Dinge passieren.

            Ich danke dir von Herzen für deine Antworten!!

            Alles Liebe,
            Nadja

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