Zwei Frauen in Meditationsstellung

Loslassen versus Wollen

In Gesundheit für die Seele, Weltgeschehnisse & Auswirkung by Matthias A. Exl4 Kommentare

Viele Suchende haben dieses Glühen in den Augen. Wie ein trockener Schwamm, der sich nach Feuchtigkeit sehnt wird Wissen aufgesogen. Natürlich gibt es Zweifel und viele Fragen, doch meistens ist es einer der beiden Sätze, der den Antrieb liefert: „Ich will mich selbst finden!“ oder „Ich will, dass es mir besser geht!“. Ein guter Moment über das Loslassen von spirituellen Wünschen nachzudenken.

Als Wegweiser zeige ich dann Türen, die für den noch dürstenden Geist wie eine Offenbarung wirken. Das Feuer brennt nun richtig stark, Kurse werden gebucht und Treffs besucht. Kontakt zum Lehrer hilft natürlich sehr und ist auch wichtig. Doch ein Satz, den ich immer wieder predige wird dezent überhört: „Wer sagt das?“. Der Satz würde dem Schüler schnell zeigen, dass „Ich“ es bin, der sich selbst finden will. Dass „Ich“ es bin, der will, dass es ihm besser geht. Doch dies ist ein Widerspruch in sich: bei Selbstfindung geht es nicht darum, was das „Ich“ will. Vielmehr geht es darum, diesen Aspekt zur Ruhe zu bringen.

Nun ist der Schüler einige Zeit bei uns. Die Übungen scheinen hart, Kommentare des Lehrers zu dem, was zu tun sei zu schwierig zum Umsetzen. In diesem Moment ist der Schüler desillusioniert. Das Feuer kämpft um das Überleben. Der Fehler liegt natürlich „an der Lehre“ oder „am Lehrer“ oder auch harsche Selbstkritik wird angewendet „bei mir klappt das nicht“. Egal, wo das „Ich“ den Fehler identifiziert werden Werkzeuge fallen gelassen. „Meditation ist nichts für mich….“, es werden keine Fragen mehr gestellt, da ich Antworten nicht mehr hören kann und will. „Ich“ habe genug!

Dies ist ein Moment der Heilung wo sich Spreu von Weizen trennt. Die Einen tun nichts mehr, was man ihnen rät, die anderen haben zumindest erfahren, dass es sich um eine „Phase“ handelt. Eine Phase hat immer einen Anfang und ein Ende. Die Desillusionierung MUSS stattfinden, sie ist Teil des Weges damit falsche „Ich zentrierte“ Vorstellungen bereinigt werden. Wie oft sehe ich in dieser Phase in traurige Augen, die da sagen „du hast mich enttäuscht“, „ich mag nicht mehr“. Habe ich Mitleid? Nein. Wache auf! Höre auf, dir selbst Leid zu tun. Diszipliniere dich und erkenne, wie das „Ich“ sich gerade beleidigt weigert, die Medizin einzunehmen…

„Ich will doch nur, dass es mir besser geht!“

Hafizullah Chishti schrieb einst: Ihr Lieben, es geht nicht darum, „dass es mir besser geht!“dies hat mir Selbstfindung nichts zu tun. „Es soll mir besser gehen“ funktioniert nicht. Höre auf damit. Vielmehr geht es darum, dass du lernst und erkennst, dass du nicht die Person bist, die überhaupt ein Problem hat. Es gibt hier zwei Möglichkeiten, wie du im Alter auf das Leben blickst: entweder bist du frei und aufgewacht oder du hast eine lange, lange Liste an Dingen, „die besser geworden sind“ – oder natürlich auch „schlechter“. Es ist deine Wahl…

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Du kannst ein Leben leben, welches voller Freude den Moment genießt, präsent um das Jetzt weiß, erwacht, frei, voller Würde und ein Leuchtfeuer für die Welt. Natürlich kannst du auch eine Liste erstellt haben, wieso das alles nicht geklappt hat.

Höre genau zu, setzte es um, lerne und sei dankbar. Dies zu unterstützen: Dafür bin ich da – nicht um dir zu helfen eine Liste zu schreiben!

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In Verbundenheit,

Graphische Unterschrift von Matthias Exl

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Maria Habacht

… du berührst mich mit DEINEN worten! DANKE von Herzen Matthias für DIESEN Augenblick!
Umarme DICH
Maria

Martina

Namaste lieber Matthias,

rat mal, was ich gerade getan habe:

1. meine aktuelle Liste dem Feuer übergeben,
2. den Kuli auch vernichtet,
3. erkannt, dass ich Listen in Wirklichkeit gar nicht mag ….:-)

danke und einmal herzen

Martina

Samuel Königbauer

Danke!