Eine Frau die über vieles nachdenkt

Bearbeitung von Gedankenformen – Erlaubnis zum Fühlen

In Gesundheit für die Seele by Matthias A. Exl6 Kommentare

Oft sprach ich davon, wie aus Gedanken Gedankenformen entstehen. Gedankenformen sind eine Ansammlung verschiedener Gedankenstränge, die zu einer Thematik gehören. Vermehrte Gedanken zu einer Thematik verselbstständigen sich sobald genügend Gedanken in die Thematik „investiert“ wurden.

Ein Beispiel hierfür wären Existenzängste. Alles beginnt vielleicht mit einem kleinen Gedanken: „Geht sich das wohl aus?“. Dieser Gedanke erzeugt schon eine kleine Emotion, ein Unwohlsein. Das Ich investiert daraufhin weitere Gedanken: „Ich muss mich absichern“, „Ich muss mehr tun, nämlich…“. Gleichzeitig wird aus dem Unwohlsein eine Angst, welche nun eine Legitimation hat.
Eine selbständige Gedankenform ist geboren!
Gedankenformen sind begleitet von Emotionen. Jene Gedankenformen bewegen den Menschen, viele Dinge zu tun, welche er in „Freiheit“ – also frei von Gedankenformen nicht tun würde. Man wird zum Sklaven der Gedankenformen und glaubt, dass es „die eigenen Gedanken“ seien. „Ich bin ängstlich, ich muss mich absichern“ beschreibt dann nur die Identifikation mit der Gedankenform.

Kreisende Gedanken: Der Weg heraus…

  • Der erste Schritt ist Annahme und Akzeptanz: verleugnet niemals eure Gefühle, fühlt euch niemals schlecht, dass ihr fühlt, wie ihr fühlt. Gerade am Selbstfindungsweg ist es „verpönt“, „schlecht“ zu empfinden – „nein, ich empfinde nicht so“. Wenn du hasst, erlaube dir anzunehmen, dass du hasst. Wenn du Zorn empfindest, erlaube dir, dass du diese Emotion in dir trägst. Annahme und Akzeptanz ist der erste Schritt zur Heilung. Ich kann erst dann Hass ausheilen lassen, wenn ich akzeptiere, dass dieser existiert.
  • Der zweite Schritt ist Beobachtung der Gedankenform: welche Gedanken sind es, die ich als Beobachter so fein säuberlich genährt habe, dass sie selbständig wurden? Wie sieht die Gedankenform aus? Kannst du ihr ein Symbol zuordnen? Wie alt ist sie? Durch das Prinzip der „Subjekt-Objekt“ Beziehung erkennst du, dass du das, was du beobachtest, nicht sein kannst. Du bist der Beobachter einer Blume – nicht die Blume. Beobachte die Gedankenform.
  • Der letzte Schritt ist die Übung der Acht bzw. das Cutting. Diese Übung von Phyllis Krystal eignet sich wunderbar, um Gedankenformen die Kraft zu entziehen, die man selbst einst investiert hat.

Wenn du diese Übung beherzigst und gewissenhaft ausführst, bist du selbständig in der Lage, dich von so manchem zu befreien. Merke: verurteile dich niemals für das, was du fühlst. Verurteilst du dich, verdrängst du und erschaffst ein neues Problem. Als Mensch hast du ein Recht darauf, alles zu fühlen. Dies bedeutet jedoch nicht, dass du jedem Gefühl nachgibst und ein Sklave deiner Gefühle wirst. In einem Feuersturm der Emotionen verwende die Werte „Wahrheit, Rechtschaffenheit, Gewaltlosigkeit, Friede und Liebe“, um durch die Flammen der Läuterung zu schreiten und die notwendige Erfahrung zu meistern. Alle daraus resultierenden Situationen sind - wenn du den Werten folgst - nicht mehr oder weniger als sein Plan. Akzeptiere und nehme an, was dann auf dich wartet, was immer es auch sein möge. Denn wenn du dich nicht im Ich-zentrierten Willen, den Stimmen der Gedankenformen verläufst, den Werten treu bleibst, führt dich der Weg automatisch zu einer neuen Form der Freiheit und Perfektion – Gott macht keine Fehler. Du wirst erkennen, dass der Prozess den du durchlaufen bist, ein korrigierendes Geschenk war, für das du nur ein Wort auf den Lippen haben wirst: "Danke".

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Bücher, die ich zum Thema Gedanken gerne empfehle

In Verbundenheit,

Graphische Unterschrift von Matthias Exl

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Matthias A. Exl, MBA arbeitete viele Jahre erfolgreich im Ausland in leitenden Positionen internationaler Konzerne. Es folgte eine Phase der Neuorientierung, in der sich Matthias die Frage stellte, ob Geld, Status und Macht tatsächlich glücklich machen können. Im Streben nach Werten und Sinn verlagerte Matthias seine Tätigkeit in den NPO Bereich. Matthias ist Initiator des erfolgreichen Zauberwald Projekts und publizierter Autor (vgl. „Befreie dich selbst! Über die Kunst wahrhaftig zu leben“, 2008). Außerdem arbeitet Matthias als Spezialist für digitales Marketing, freier Journalist, bloggt auf https://befreie-dich-selbst.com über philosophische Themen und ist Gründer von Two Wings und Digicube.

Kommentare

  1. Lieber Matthias!Ich denke mir,die Nadel des Schmerzes,von Pauola Cohelo,beschrieben im Buch der “Jakobsweg”ist auch nicht das Richtige gewesen.?oder es ging wirklich darum,den physiischen Koerper nicht zu belasten.Danke! Gerti

    1. Author

      Namaste liebe Gertrude,
      ja, es ist möglich Gedanken auch über den Körper zu unterbinden. Es ist auch eine Form der Disziplinierung des “Ichs”…
      Umarmung von Herzen,
      Om,
      Matthias

  2. Einfach nur Danke und dafür darüber nachzudenken, das bedeutet auch mal ruhig zu werden, dieses auch mal zuzulassen – auch wenn es oft so schwer fällt.

    1. Möchte gerne noch einen Nachsatz senden! Unser Gedanke ist kurz und so schnell vergessen, das Gefühl im Moment doch sehr viel inniger und so sehr viel nachhaltiger, an unsere Gedanken erinnern wir uns doch kaum aber unsere Gefühle begleiten uns doch stets und im nachhinein immer wieder.

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