Matthias Exl am Jakobsweg

Selbstreflexion

In Allgemein, Gesundheit für die Seele by Matthias A. Exl2 Kommentare

Wie viele von euch wissen, betreibe ich den Blog als eine Möglichkeit für mich Selbstreflexion zu betreiben. So sind die meisten "Selbstfindungsbeiträge" Reflexionen über Ereignisse meines Lebens und deren Auswirkung auf die Stille des Geistes.

Mein letzter Beitrag "Hingabe, Zerreden und Bleigewichte" war ebenso ein solcher Beitrag: es ging um die eigenen Gedanken, die sehr schnell um die Frage der eigenen physischen Existenz kreisen: wir verkaufen alles, ich entziehe mir die Existenzgrundlage und beende auch meine berufliche Tätigkeit.

Dies mag "einfach" klingen, ist es aber nicht. Sehr vieles geschieht genau dadurch auf gedanklicher und emotionaler Ebene. Der Blogeintrag beschrieb genau das, wie die Gedanken in der schönsten Situation wie Bleigewichte wirken. Angst die wie aus dem Nichts auftaucht und sagt: "machst du es richtig?". Der Blogeintrag gibt mir eine Möglichkeit, diese Erfahrung zu kanalisieren und anderen Menschen, die irgendwann in einer ähnlichen Situation stecken die Möglichkeit einer Lösung zu finden (dies war der "Was ist zu tun?" Teil. Nun denn, es gab auch Menschen, die den Eintrag als eine persönliche Maßregelung empfunden haben, eine Vorschreibung wie sie zu fühlen oder nicht zu fühlen haben. Dies war natürlich so nicht gemeint. Unsere Beendigung der Tätigkeit hinterlässt bei vielen Menschen zuerst ein Loch. Schmerz ist hierbei völlig verständlich und normal. Wir haben Kontakt zu vielen Menschen und viele davon trauern. Während wir alles tun würden um den Schmerz zu lindern, wäre es nicht wahrhaftig zu sagen: "Ich mache weiter", wenn man in Wirklichkeit in eine Phase der Entwicklung getreten ist, in der ein Rückzug zwingend erforderlich ist.

So bleibt auch bei meinem letzten Blogeintrag die einfache Frage übrig: habe ich die Intention der Selbstreflexion erkannt oder nicht. Es gibt hier kein richtig oder falsch sondern ebenso nur die Frage: was tut der Eintrag mit mir?

Ich hoffe aber zumindest aufgeklärt zu haben, welche Intention hinter dem Blog steht - Selbstreflexion, ein Tagebuch der Dinge, die mich auf sehr persönliche Weise betreffen.

Anleitung zur Selbstreflexion - Eine Frau, die an einem Teich sitzt und ein Buch liestMein Geschenk an dich: Leitfaden zur Selbstreflexion

Für jene Menschen, die selbständig an sich arbeiten wollen, habe ich einen Leitfaden zusammengestellt, in dem ich beschreibe, wie du auf ehrliche und systematische Weise Selbstreflexion betreiben kannst. Du findest darin praktische Tipps, wie du all jene unbewussten Muster aufspüren kannst, die so viele Probleme verursachen. Die Abonnenten meines Blogs (das Abo ist kostenlos) können den Leitfaden zur Selbstreflexion gratis herunterladen. Hier kannst du dich eintragen, wenn du über neue Artikel von mir informiert werden möchtest, inklusive Gratisdownload meines achtseitigen Booklets.

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In Verbundenheit,

Graphische Unterschrift von Matthias Exl

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Matthias A. Exl, MBA arbeitete viele Jahre erfolgreich im Ausland in leitenden Positionen internationaler Konzerne. Es folgte eine Phase der Neuorientierung, in der sich Matthias die Frage stellte, ob Geld, Status und Macht tatsächlich glücklich machen können. Im Streben nach Werten und Sinn verlagerte Matthias seine Tätigkeit in den NPO Bereich. Matthias ist Initiator des erfolgreichen Zauberwald Projekts und publizierter Autor (vgl. „Befreie dich selbst! Über die Kunst wahrhaftig zu leben“, 2008). Außerdem arbeitet Matthias als Spezialist für digitales Marketing, freier Journalist, bloggt auf https://befreie-dich-selbst.com über philosophische Themen und ist Gründer von Two Wings und Digicube.

Kommentare

  1. Lieber Matthias,
    das ist genau das was ich schön finde, wenn man Authentisch und echt schreibt. Ich mache das mit mir auch schon lange. Habe lange Zeit gedacht, ich bekomme da halt so Botschaften durch, das diese Botschaften aber an erster Stelle mich betreffen und mein Leben, habe ich erst später begriffen. Jetzt schreibe ich auch immer das was mich bewegt. Manchmal schreibe ich es so das es an andere gerichtet ist. Ich kann verstehen wie du es meinst. Es gibt nicht viele Menschen die echt und wahrhaftig leben. Und zu dem stehen was sie fühlen, denken und tun und es auch noch aussprechen und teilen. 🙂

    Viel Freunde und Erkenntnisse beim weiter machen.

    LG, Carolin

  2. Vieles in spirituellen Ideen und ‘Vorgaben’, gerade das Thema betreffend, sein Herz zu öffnen und zu folgen,kompromisslos authentisch zu sein, das eigene Selbst zu verwirklichen, hat mich mit diesem Gedanken und Zweifel innehalten lassen: Ist das nicht einfach nur Rücksichtslos?
    Auf den ersten Blick, und im gewohnten sozialen Umfeld, heisst für mich die Antwort: ja, grossteils ist es das.
    Einerseits drängt sich mir eine Wortspielerei auf: Rücksichtslos, im wörtlichen Sinne, bedeutet doch nichts anderes, als nach vorn zu sehen, sich nicht umzuwenden und mit der Aufmerksamkeit bei dem zu bleiben, was hinter einem liegt? Man muss sich nicht umblicken oder umdrehen, das Essentielle, das da war, ist immer noch da, man trägt es in sich.
    Andererseits, was bedeutet unserem Verständnis nach ‘Rücksicht nehmen’? Es hat viel mit Verantwortung zu tun. Verantwortung ist im Zusammenleben, im grossen wie im kleinen Kreis, wichtig und bedeutend. Aber stellen wir unsere Verantwortlichkeiten auch in Frage? Ist es nicht oft eine Form von Kontrolle? Auch ein Selbstschutz, eine Rechtfertigung für unsere Beziehung zu unserem Umfeld und für unser Tun? Oder manchmal sogar: eine Anmaßung? Indem wir uns für jemand verantwortlich fühlen, weil wir ihm nicht zutrauen, selbst zurechtzukommen? Wir sogar Angst davor haben, wie gut der andere, ausserhalb unseres Verantwortungsbereiches und somit ohne unsere Kontrolle, zurechtkommen kann? Und seinen eigenen Weg geht?
    Ist es Respekt, der die strikte Verantwortung ersetzen kann? Vielleicht kann echter Respekt uns dabei helfen, zu erkennen, ob Verantwortung richtig angewandt wird.

    Dies erwuchs einfach aus der Dynamik, die ich in diesen Einträgen gespürt habe – und ist an niemand im Besonderen gerichtet…
    Sabine und Matthias, ich gehe davon aus, dass Ihr dies keinen Moment als Vorwurf einer Rücksichtslosigkeit versteht.
    An Euch: unsere Wege haben sich gekreuzt, zum richtigen Zeitpunkt, und dies hat für mich so viel bewirkt. Danke für das Privileg, dass unsere Wege sich kreuzen durften.

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