Ein Pferd, dass im Sonnenuntergang galoppiert

“Was soll es…” Über Hingabe am Weg

In Gesundheit für die Seele by Matthias A. Exl4 Kommentare

Wahre Hingabe zu Gott zu leben offenbart sich jeden Tag - im Alltag. Wahre Hingabe argumentiert nicht. Tatsächlich ist es so, dass nur durch gelebte Hingabe der Strom seine Wunder sehbar offenbart. Was steht der Wahrnehmung im Wege? Der Verstand!

Viele Suchende haben mir in letzter Zeit geschrieben, wieso sie unmöglich ähnliche Schritte setzen könnten wie ich selbst. Alle Nachrichten haben einen Nenner: es sind lange Erklärungen, wieso etwas unmöglich ist. Welche Umstände im eigenen Leben absolute Hingabe unmöglich macht, welche Konsequenzen untragbar wären. Willkommen in der Verstandeswelt der unsichtbaren Gitterstäbe.

Ich schreibe nicht, dass jeder etwas verrücktes machen muss und auch nicht, dass eine verantwortungslose Aktion gestartet werden muss. Ich schreibe davon, dass der Verstand die Grenzen des Gefängnisses aufzeigt. Tatsache ist, dass Hingabe die Zellentüren öffnet, hinter denen der Verstand das wahre Sein verschleierte...

Entwickelt man Hingabe weiß das Herz, dass das Selbst einen alles tun lassen könnte. Es gibt nichts, was unmöglich ist, keine Konsequenz ist zu groß, zu schön und zu schlimm. Vielmehr erkennt man den Plan, die Unausweichlichkeit des Schönen und gibt sich hin. "Was soll es..." bleibt dann übrig - wer bin ich, dass ich mich deswegen quäle oder darüber Gedanken mache. Viel lieber blicke ich hier und jetzt auf das Firmament und freue mich über den Stern des mir geschenkten Himmels in tiefer Erkenntnis, wie alles dient und das Leben liebevoll bewegt.

Erlaube dir, dich allen Möglichkeiten und der Lebensfreude zu öffnen. "Warum ich etwas nicht kann" verschließt, "Alles ist möglich" öffnet und "Was soll es..." bringt die Leichtigkeit des Seins. Nichts ist so schlimm, wie du es dir erdenkst. Ganz im Gegenteil.

Eine Kurzgeschichte zum Thema Hingabe

Irischer GartenEin Schüler schrieb regelmäßig seinem Meister, um ihm den Fortschritt seiner spirituellen Entwicklung mitzuteilen. Der erste Brief lautete: "Ich spüre eine große Erweiterung meines Bewusstseins."
Der Meister blieb völlig unberührt.
Der zweite Brief besagte: "Ich sehe jetzt, dass alle Dinge miteinander verbunden sind."
Der Meister zuckte mit den Schultern.
Als nächstes schrieb der Schüler: "Gott ist in allem."
Der Meister gähnte.
Danach hieß es: "Jedes Ding im Universum ist die Essenz des Vollkommenen."
Der Meister schaute den Brief kaum an.
Dann schrieb der Schüler: "Alles ist Eins."
Der Meister blieb ungerührt.
Schließlich: "Ich schreibe dir aus einem ekstatischen Gefühl von zeitlosem Glück heraus."
Der Meister warf den Brief sogleich in den Papierkorb.
Dann gab es eine Lücke in der Kommunikation. Deshalb schrieb der Meister nach einer Weile an den Schüler und erinnerte ihn daran, dass er vergessen habe, den gegenwärtigen Stand seines spirituellen Fortschritts zu beschreiben. Dieser schrieb zurück: "Was soll's?"

Der Meister lachte laut und war überglücklich.

Quelle: Marco Aldinger, Ko(s)misches Bewusstsein, Heuweiler 2004

Auch interessant:  Selbstreflexion

So lache ich auch in einer scheinbar schwierigen Situation.

Anleitung zur Selbstreflexion - Eine Frau, die an einem Teich sitzt und ein Buch liestMein Geschenk an dich: Leitfaden zur Selbstreflexion

Für jene Menschen, die selbständig an sich arbeiten wollen, habe ich einen Leitfaden zusammengestellt, in dem ich beschreibe, wie du auf ehrliche und systematische Weise Selbstreflexion betreiben kannst. Du findest darin praktische Tipps, wie du all jene unbewussten Muster aufspüren kannst, die so viele Probleme verursachen. Die Abonnenten meines Blogs (das Abo ist kostenlos) können den Leitfaden zur Selbstreflexion gratis herunterladen. Hier kannst du dich eintragen, wenn du über neue Artikel von mir informiert werden möchtest, inklusive Gratisdownload meines achtseitigen Booklets.

Hat dir gefallen, was du hier gelesen hast? Um in Zukunft keine Artikel zu verpassen, kannst du dich hier mit mir verbinden: Facebook, Twitter, Google+ Profil. Keine Sorge, ich spamme nicht, wie Tausende von Followern bestätigen!

Bücher, die ich zum Thema Hingabe gerne empfehle

In Verbundenheit,

Graphische Unterschrift von Matthias Exl

Teile diesen Beitrag und unterstütze meine Arbeit!

Kommentare

  1. Lieber Matthias !Jesus verlangte auch,Vater und Mutter zu verlassen und ihm zu folgen.Es wurde aber ausgelegt,er meinte ,folgt mir im Geiste.Wenn es anders moeglich ist,wird es ein e Bereicherung sein.Doch auch Bleiben,kann erfahrenswert sein,wenn es nicht anders moeglich ist.Lieben Gruss,Gerti

    1. Hallo Frau Lintner ! vielen Dank fuer Ihren so weisen Kommentar. Sie sprechen genau das an, was ich auch meinem erwachsenen Sohn sagen moechte, aber meine Worte kommen nicht an. Im Leben dreht sich nicht um einen selbst, im sein eigenes Glueck. Gott will das wir auch Verantwortung fuer die Menschen uebernehmen, speziell unsere Familie, besonders weh sie klein ist. In unserem Quran (sowie auch inder Bibel) gibt es ein Gesetz Gottes, das uns belohnt – spaeter- fuer unseren Einsatz und die Ehre die unsere Eltern verdienen ( uns nicht zurueckgelassen werden)…
      anette_walden@yahoo.de

  2. Nur mit dem Herzen sehen, fühlen und empfangen zu dürfen, ist ein wahres Geschenk.

    Es ist uns allen gegeben und schlummert in uns, wir sollten nur etwas innehalten, dann

    spüren wir die wahre Erkenntnis über die Liebe, Dankbarkeit, Zuversicht und Gottvertrauen.

    Der Weg ist dann das Ziel!

Leave a Comment

15 + = 24