Eine rote Kerze, eine Maske und eine Papyrus Rolle

Über Respekt, Angst, Hingabe und Veränderung

In Gesundheit für die Seele by Matthias A. Exl6 Kommentare

Es liegt in der Natur des Ichs, dass der Mensch sich über Dinge sorgt oder ärgert. Scheinbare Ungerechtigkeiten, enttäuschte Vorstellungen, unerfüllte Wünsche – es gibt viele Gründe über die wir uns sorgen und ärgern können. In Reiki existieren unter anderem die Lebensregel: “Gerade heute sorge dich nicht” und “Gerade heute ärgere dich nicht”. Nicht immer fällt es leicht, diese zu integrieren…

Jeden Konflikt führe ich in letzter Konsequenz mit mir selbst. Auf was oder wen habe ich “ein Recht”, was steht mir zu? Aus der Sicht der Selbstfindung ist mir bewusst, dass ich all das erhalte, was mir dient. Doch was geschieht, wenn das, was mir dient nicht das ist, was ich will – wie ich kürzlich erfuhr? Wenn ich nach Sicherheit und Klarheit strebe und dafür Angst ernte? Was geschieht mit meinem inneren Frieden in diesem Moment?

Meine Lehrerin Phyllis

Ich hatte mit meiner Lehrerin Phyllis Krystal vorgestern ein sehr langes Telefonat. Wie dankbar bin ich ihr, dass sie trotz ihrer 99 Jahre sich die Zeit nimmt sich meiner anzunehmen. In meinem Leben geschehen derzeit viele schmerzhafte aber auch unglaublich schöne Dinge. Die schmerzhaften und angstauslösenden Dinge sind lediglich die Konsequenzen meiner Gedanken und Unsicherheiten – mein Versuch gewisse Aspekte zu kontrollieren, die unmöglich von mir kontrolliert werden können. Phyllis kann hier unglaublich klar sein und beruhigend wirken und dankbar bin ich, dass sie mich durch die Phase der Angst und Zweifelns getragen hat – mehr noch, mich antrieb weiter zu gehen. Die karmischen Zusammenhänge aufzeigend brachte sie mich zu dem Punkt, an dem ich heute stehe. Das Herz weiß in diesem Moment, dass alles gut ist, Frieden ist dann manifest. An den Tagen aber, an denen der Verstand Überhand bekommt, verlasse ich den Pfad der Annahme und wechsle in den Modus der Kontrolle und Forderung: “dies steht mir zu, jetzt muss ich auf mich schauen”. Konflikte sind damit vorprogrammiert, da das “Ich” meint zu wissen, was einem zusteht und was nicht. Rückbesinnung, Ruhe finden und Loslassen – zurück an den Start heißt es dann. Denn nur im Moment der Ruhe weiß ich tief in meinem Herzen, dass ich frei bin, dass du frei bist, jeder frei ist und Forderungen völlig un-notwendig sind. Denn Tatsache ist: ich kann viel besitzen und gleichzeitig aus Angst noch mehr haben wollen. Doch verschwindet durch das Erhalten von “mehr” die Angst – fühle ich mich tatsächlich sicherer?

Die Meinung anderer respektieren

“Respektiert immer die Meinung und Anschauungsweise anderer. Fangt nicht an bei der kleinsten Meinungsverschiedenheit zu streiten. Die andere Person kann möglicherweise im Recht sein und ihr im Unrecht. Denkt über das Argument nach. Möglicherweise hat die andere Person einen anderen Wissensstand über die Thematik, oder ihr seid durch Voreingenommenheit entweder dafür oder dagegen. Es kann aber auch sein, dass die andere Person möglicherweise nicht ein so großes Wissen wie ihr habt. Vergesst nicht, dass alle Meinungsverschiedenheiten nicht auf persönlichen Hass basieren. Hass ist hässlich, unnatürlich und unmenschlich. Ihr müsst wissen, dass Hass gegen den Kern der Liebe verstößt, die in jedem wohnt.” – Sathya Sai Baba

Dies ist auch der Grund, wieso ich jeden Tag auf das Neue versuche nicht zu “missionieren”, mich nicht zu “erklären” und nicht “einzufordern”. Denn Tatsache ist: ich erhalte das vom höheren Selbst, was mir dient. Ein Kampf um das Rundherum ist darum völlig un-notwendig, ein Streit verschwendete Energie. Respektiere ich die Meinung des Anderen, egal wie seltsam sie mir erscheinen mag, bin ich dem Frieden einen großen Schritt weiter gekommen. Im Respekt und in der Achtung meines Mitmenschen heilt der eigene Schmerz. Heilt mein Schmerz verschwinden auch meine Forderungen an das Leben im Strom des Lebens. Verschwinden die Forderungen, kann jene Fülle Einzug halten, die mir immer vorgesehen war und der ich selbst im Weg stand. Denn Tatsache ist auch, es steht mir immer ein weises Wesen – ja, das höhere Selbst – gegenüber, wenn ich mit einem Menschen spreche…

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So gab ich und gebe mich dem Lebensstrom hin und staune über die Fülle, die mir mitten in der dornigen Wüste der eigenen Emotionen – für die niemand etwas kann außer ich selbst – zuteil wurde. Und auf einmal verschwindet die Angst und übrig bleibt Frieden und Freude. Danke Gott dafür, denn heute bin ich näher am Leben, dem Frieden, der Liebe und mir selbst als ich es jemals zuvor war.

Und genau in diesem Moment erhielt ich den Gedanken zum Tag 06.01.2014 aus Indien:

“Gott liebt die Blume der Duldsamkeit. Die Pandavas litten sehr durch die Hand der Kauravasa. Doch es war die Tugend der Duldsamkeit, die die Pandavas beschützte und sie für den Rest der Welt zu einem Ideal machte. Die andere Blume, die wir Gott darbringen müssen, ist Friede; durch alle Unbeständigkeiten des Lebens sollte man friedvoll bleiben. Nur dann kann man göttliche Gnade erlangen. Friede ist für die physische, mentale und spirituelle Stufe erforderlich. Friede ist nicht äußerlich, er ist innerlich. Ihr seid die Verkörperung des Friedens. Im weltlichen Leben ist es wahrscheinlich, dass es viele harte Umstände gibt, aber man sollte nicht beunruhigt sein, sondern alles Leid mit Tapferkeit und Geduld tragen. Das menschliche Leben ist nicht einfach gegeben, um die weltlichen Vergnügungen zu genießen. Das Leben bekommt nur einen Sinn, wenn man den Frieden, der dem Herzen entspringt, erfährt.” – Baba

Bücher, die ich zum Thema Respekt und Zulassen gerne empfehle

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In Verbundenheit,

Graphische Unterschrift von Matthias Exl

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Elisabeth Walcher

schön <3

Achim

Matthias,es ist schön zu sehen, wie stark du bist.
Ich wünsche dir weiterhin Kraft und frieden.

lieber Matthias,
ich verfolge deinen Verlauf des Lebens, deine neuen Wege, und das schöne Video dass du hier über dem Text eingestellt hast, es ist ein schönes Lied, mal Mittelalter Gefühle ohne Angst. Sie waren recht hart im Mittelalter, dein Weg, der führt nur zu Dir, den du gerade gehst, und am Ende führt er zur Verschmelzung mit deiner Seelenhälfte, die du vielleicht am Suchen bist, den Ort, dem Menschen, an dem du dich angekommen fühlst, dann bist du “zu Hause” und brauchst nie wieder suchen und gehen.
ich sende love peace and Sandy ♥ Sandava von Mankau-Verlag

lightnin

mein ‘Verstand’ rät mir grad, Dir nicht zu schreiben, doch soll er mal den Ball flach halten, denn ich empfinde Deine Posts als pure Inspiration. Danke für jede einzelne Zeile!

JODO

Lieber Matthias,
nicht mehr als das Eine wünsche ich Dir aus ganzem Herzen, nämlich, dass du Dir treu bleibst und Dein Vertrauen in die göttliche Führung nicht verlierst. Friede ist nie mehr als einen einzigen Gedanken weit von Dir entfernt, Liebe ist nie mehr als einen einzigen Gedanken weit von Dir entfernt, Gott ist nie mehr als einen einzigen Gedanken weit von Dir entfernt.
In Liebe
Papa