Eine wunderschöne Landschaft am Berg mit Weitblick

Dem eigenen Herzen vertrauen

In Gesundheit für die Seele by Matthias A. Exl9 Kommentare

Jeden Tag beginnt das Leben neu, jeden Tag ist alles möglich. Es liegt an dir, deinem Herzen zu vertrauen, diesem zu folgen und die dich in der Handlung hindernden Ängste loszulassen. Es ist ein Weg, der dich zum Hier und Jetzt führt. Ein Weg, der das Wunder des wahren Seins offenbart.

Jeden Tag auf das Neue steht es uns frei, jede Entscheidung zu treffen, die das eigene Herz erleichtert. Mir ist bewusst, dass dieser so einfach klingende Satz in der Umsetzung alles andere als einfach ist.
Zu groß sind die Ängste vor der scheinbaren Konsequenz der eigenen Handlung, zu groß das Unbehagen der Unwissenheit, was danach kommen könnte, zu groß die Furcht vor dem Verlust von allem, was man kennt. Hier in Finisterre am Ende des Caminos treffen jeden Tag einige von jenen Menschen ein, die die Angst vor dem Ungewissen überwunden haben. Natürlich gibt es viele, die ohne Loszulassen auf sehr kontrollierte Weise, durchstrukturiert, geplant, sehr auf Sicherheit bedacht den Jakobsweg gegangen sind. Aber es gibt auch die, die sich langsam und bedacht auf die Zeichen des Lebens achtend auf das Experiment Leben einließen.

Hier und Jetzt

Wo liegt der Schlüssel zum bewussten Leben? Es scheint die Fähigkeit des Menschen zu sein, absolut im Hier und Jetzt zu verweilen. Die Lebensumstände scheinen viele von uns zu zwingen, an der Vergangenheit zu hängen oder sich über die Zukunft zu sorgen. Wahrhaftiger Frieden, wirkliche Dankbarkeit und Zufriedenheit sind so nur bedingt oder kurzfristig möglich.

Hier am Camino haben auch mich die Gedanken über das letzte Jahr immer wieder eingeholt und mich aus dem Hier und Jetzt heraus gerissen. Meine Lehrerin Phyllis half mir und nannte dies eine Phase des notwendigen Ausleitens und Läuterns. Im letzten Jahr wurden nicht nur verbogene Wahrheiten sondern ganz klare Lügen über von mir nicht getane Handlungen verbreitet. Die Sensationslust von Zuhörern und auch das Glauben wollen solcher Lügen führte dazu, dass sich einige ehemalige Freunde über mich empörten.

Doch wie fühlt sich der Mensch, wenn er derart angefeindet wird? Ich denke, niemand reagiert mit Freude darüber, im besten Fall existiert heitere Gelassenheit über die Geschehnisse. So war es meine Prüfung über Lügen nicht nur selbstdarstellerisch zu schweigen während ich gleichzeitig im Hintergrund das Gegenteil tue, sondern tatsächlich ganz bei mir zu bleiben. Ganz bei mir bleiben, im Hier und Jetzt!

Gesehen werden wollen...

Am Ende des Caminos scheint diese wahre Präsenz für viele der Pilger sehr schwierig zu sein. Einige haben noch immer den großen Drang, ihr Erfahrenes, ihr Leben, ihr Sein andren mitteilen zu müssen – egal was es die Zuhörer kostet. Sei es Zeit oder einfach nur nerven. Ich erzähle dir von mir, ob du willst oder nicht, scheint die Devise zu sein.

Der Mensch möchte so gerne gesehen werden, so gerne anerkannt und angenommen werden. In dem Drang nach jener Anerkennung wird das Mittel der Selbsterklärung angewendet. Selten wird hinterfragt: „Wem möchte ich gefallen?“, „Warum ist es mir so wichtig, dass der andere mich versteht?“ oder „Warum spreche ich?“. Doch genau hier liegt der Schlüssel: Jeder möchte verstanden werden, auch mein Gegenüber, dem ich mich gerade erkläre. Ich möchte verstanden werden von jemanden, der selbst verstanden werden möchte. Es ist wie das Kämpfen von zwei Verhungernden um ein Stück Brot. Die Idee, das Brot teilen zu können, existiert nicht. Die Erkenntnis, dass ich gar nicht verhungere und das Brot nicht benötige, noch nicht gereift. Was bedeutet, das Brot zu teilen? Statt dem Drang nachzugeben, selbst zu sprechen, höre einfach zu und versuche, dein Gegenüber zu verstehen. Was bedeutet, das Brot nicht zu brauchen? Es ist die Erkenntnis, dass der Hunger nach dem „Verstanden werden wollen“ nie gestillt werden kann. Meine gespielte dramatische Rolle erzeugt immer neue Bedürfnisse. Erkenne ich, dass ich die Macht habe, dieser Rolle die Existenzgrundlage zu entziehen, bin ich frei. Jeder hat die Macht, dies zu tun! Wie? Lasse los, gebe auf, gebe dich hin! Kämpfe nicht mehr! Versuche gar nicht, verstanden zu werden. Es ist nicht relevant!

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Habe Vertrauen und lasse los!

Auch ich wurde im letzten Jahr eingehendst geprüft. Es war ein Jahr voller positiver Veränderung, nichts ist, wie es war. Dies bedeutet nicht, dass das, was war, schlecht war. Ganz im Gegenteil. Ich bin so dankbar für die Erkenntnisse und schönen Momente in dieser von mir erlebten Vergangenheit. Der Strom hat aber die nächste Phase an Erkenntnissen eingeleitet – dankbar bin ich, dass ich gerade jetzt die schönste und inspirierendste Zeit meines Lebens erlebe: ganz im hier und jetzt, wo sich der tiefe Sinn des Seins offenbart. Doch dies ist kein Geschenk, das nur mir zu Teil wird. Genau für dich ist dies auch möglich, habe Vertrauen, lasse los und folge dem Ruf deines Herzens. Lasse dich durch nichts und niemanden beirren. Dein Herz trägt das unendliche Wissen des Seins in sich. Und wenn du nur ein bisschen ruhiger wirst, kannst du die Stimme vernehmen. Vertraue und folge ihr! Egal wo du auf der Welt bist oder was du tust: im Hier und Jetzt zu sein, ist überall möglich, wenn du nur loslässt.

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In Verbundenheit,

Graphische Unterschrift von Matthias Exl

 

 

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Matthias A. Exl, MBA arbeitete viele Jahre erfolgreich im Ausland in leitenden Positionen internationaler Konzerne. Es folgte eine Phase der Neuorientierung, in der sich Matthias die Frage stellte, ob Geld, Status und Macht tatsächlich glücklich machen können. Im Streben nach Werten und Sinn verlagerte Matthias seine Tätigkeit in den NPO Bereich. Matthias ist Initiator des erfolgreichen Zauberwald Projekts und publizierter Autor (vgl. „Befreie dich selbst! Über die Kunst wahrhaftig zu leben“, 2008). Außerdem arbeitet Matthias als Spezialist für digitales Marketing, freier Journalist, bloggt auf https://befreie-dich-selbst.com über philosophische Themen und ist Gründer von Two Wings und Digicube.

Kommentare

  1. Dein Buch und dein Blog sind mir ein wertvoller Wegweiser geworden.
    Vielen Dank für…ja,für was eigentlich genau?
    Am ehesten so: Danke für Dich!

  2. Danke für deine Zeilen Matthias! Genau am heutigen Tage, also den Hochzeitstag meiner Eva und mir, darf ich deine Zeilen als Bestätigung für unser Tun bzw unser Sein sehen. Wir sind im Hier und Jetzt und genießen es in vollen Zügen. Danke für deine Zeilen, danke für dein/euer Sein. Alles Liebe Michi 🙂

    1. Author

      Lieber Michael, immer wieder lese ich deine Kommentare auf meinem Blog und freue mich! Ich bin dankbar Eva und dich zu kenneen. Alles erdenklich Gute nachträglich zu eurem Hochzeitstag. In Verbundenheit, Matthias

  3. Vielen Dank, lieber Matthias, für deinen Blog! Immer wieder. Danke für deinen Mut und deine Authentizität, deinem Herzen zu folgen. Wenn denken, fühlen und empfinden im Einklang mit dem Herzen sind, dann hört der Zwei-fel auf, sagt das IGing. Und der Same ist von Anbeginn gelegt. Also warum nicht sich zurücklehnen und darauf vertrauen, dass Alles, was jetzt gerade ist, genau so richtig ist. Denn sonst wärs ja nicht….Das ist dann das Wandeln am pfadlosen Pfad.
    Wünsche euch von Herzen alles Liebe und freu mich schon auf weitere Nachrichten vom Ende der Welt
    Michaela

    1. Author

      Liebe Michaela, wie schön wieder von dir zu lesen und dass wir so in Kontakt bleiben. Ich habe mich sehr über deine schönen Zeilen gefreut. Danke für die lieben WÜnsche! In Verbundenheit, Matthias

  4. Lieber Matthias, auch ich danke für deinen Block, der mich immer wieder bestärkt weiter zu machen, täglich neu zu üben loszulassen, mir fällt das unendlich schwer. Ich habe für mich noch keinen Weg gefunden wie es am besten geht. Ich wünsche dir weiterhin den Mut, genau deine Schritte zu gehen. Katrin

    1. Author

      Liebe Katrin, danke dir für deine Herzenszeilen und lieben Wünsche. Viel Mut und Freude wünsche ich auch dir. In Verbundenheit, Matthias

  5. Danke Matthias, es ist so viel Hoffnung durch deine eigene Suche, um zu erkennen, dass soviel gelebt werden kann.

  6. Wieder einmal sprichst du mir aus der Seele. Eine liebe Freundin von mir ist gestorben. Es gibt einen neuen Weg, aber es fällt mir schwer, das alte los zu lassen. Mein Mann will mir auch nicht immer zuhören, und das lerne ich zu akzeptieren. Derzeit brauche ich viel Ruhe um zu mir selbst zu finden.

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