Mittelalterliche Feier und Alkohol in Spanien

Wenn Dogmen im Alkohol ertrinken

In Gesundheit für die Seele, Weltgeschehnisse & Auswirkung by Matthias A. Exl25 Kommentare

Am Ende des Jakobsweges am Weststrand von Finisterre, der Costa del Morte, wird nach alter Tradition von den Pilgern der Sonnenuntergang beobachtet. Dies geschieht, nachdem sie vorher beim Leuchtturm von Finisterre Kleidungsstücke der Pilgerwanderung verbrannt haben. Dieses Ritual verspricht, dass man am nächsten Morgen als neuer Mensch aufwacht. Manche Pilger erwachen jedoch mit einem Kater, da nach dem Sonnenuntergang das eine oder andere Glas zu viel konsumiert wurde. Ja, auch der Alkohol ist Pilgern nicht fremd. Ein guter Zeitpunkt also, über Alkohol und Spiritualität nachzudenken.

Schon sehr früh in der Jugend lernte ich die Auswirkungen übermäßigen Alkoholkonsums kennen, als in einer befreundeten Familie die liebende Mutter und Ehefrau eines Mannes am Alkohol zerbrach. Der Schmerz jener Familie war für mich ein prägendes Erlebnis, nach welchem ich mir oft die Frage stellte, wie man nur so verzweifelt sein könne, dass man sich selbst durch Alkohol zerstört. Wie immer hatte auch hier das Leben viele Jahre später eine schlüssige Antwort für mich parat.

Erste Erfahrungen mit Alkohol

Selbstverständlich erlebte auch ich die Sturm und Drang Phase, in der Alkohol ein ständiger Begleiter war. „Kapitalräusche“ gehörten zum guten Ton eines heranwachsenden Mannes. Meine studienbegleitende Arbeit als Kellner in einer Bar brachte nicht nur Verdienst sondern auch viele Wodkaeinladungen mit sich, die ich gerne annahm. Wieder später, als ich mich Vizepräsident in einer großen Firma nannte, war Alkohol ein Werkzeug der Verhandlungsführung und gleichzeitig ein stressreduzierendes Mittel. Ich konsumierte Alkohol zwar nicht im Übermaß, dafür aber regelmäßig. Der Biergeschmack war normal und gehörte zum Leben wie der Gin zum Tonic.

Als ich mein Leben das erste Mal drastisch veränderte, meine klassischen beruflichen Aktivitäten beendete und mich intensiv dem Weg der Selbstfindung widmete, ersetzte ich den Wegbegleiter Alkohol durch indische Räucherstäbchen. Von diesem Moment an war Alkohol auf null reduziert, es gab kaum Ausnahmen und die Meditation über das Om trat an Stelle des Brummen im Schädel. Viele Jahre lebte ich mich vegetarisch ernährend, Orangen- und Apfelsaft trinkend ohne, dass mir der Alkohol in irgendeiner Weise fehlte. Ich empfand weder Genuss daran, Alkohol zu trinken, noch vertrug ich diesen. Ein kleines Bier zeigte die fatalen Auswirkungen wie zehn Vodka Orange vor vielen Jahren. Dies schien eine der nur im Kleingedruckten stehenden Nebenwirkungen von Reiki zu sein.

Alkohol und Stress

Meine Alkoholerfahrung schloss zu diesem Zeitpunkt noch immer eine Antwort auf die Frage nach dem Trinken aus Verzweiflung aus. Als ich im November 2013 nach dem letzten von mir organisierten Schweigeretreat den Entschluss fasste, auf unbestimmte Zeit zu pilgern und in weiterer Folge mich scheiden zu lassen, gingen die Wogen nicht nur hoch, sondern lösten einen Tsunami des Unverständnisses aus. Aus tiefer Verletzung entstanden Fabeln aus meinem nächsten Umfeld über Dinge, die ich nie getan hatte. In Folge verschärfte sich der gesellschaftliche Gegenwind, der mir die meditative Ruhe aus dem Gesicht blies. Alles trat ein, wie es mir in einer Vision zuvor gezeigt wurde: Ich verlor Vieles und erlebte eine Welle der Ablehnung und Empörung, neben auf „die Werte“ verweisenden Emails von selbsternannten, die Ego-Keule schwingenden Richtern. In dieser schwierigen Phase, in der ich mich auch Sandra, meiner jetzigen Lebensgefährtin, annäherte, war ich für jede Minute Ruhe und Stille im Geist dankbar. Meditative Übungen waren mir unmöglich geworden und täglich neue unerwünschte Überraschungen waren normal.

Was tat ich also in dieser Zeit, um irgendwie der Situation Herr zu werden? Die heilige Antwort lautet: Ich sprach täglich meine Gebete und ging viele Kilometer mit Sandra und Gott spazieren. Die bodenständige Antwort gibt es aber ebenso: Ich freute mich jedes Mal, wenn ich Sandra traf und wir über die aktuellen Ereignisse sprachen – wir saßen auch manche Stunde beisammen und tranken dabei Bier. Ja, in dieser Zeit halfen uns beiden die ein oder zwei Bier am Abend, um irgendwie in dem Chaos Ruhe zu finden. Welche Ironie des Schicksals: Hatte ich noch zuvor bei einem Retreat über heitere Gelassenheit und Gedankenkontrolle gesprochen, scheiterte ich nun abends beim Schlafengehen an genau diesem Punkt. Der durch meine Entscheidungen ausgelöste Stress und Druck war einfach zu viel. Eine alte irische Weisheit bewahrheitete sich als temporäres Trostpflaster: Es gibt kein Problem, welches du mit Guinness nicht lösen kannst.

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In dieser Zeit konnte ich zum ersten Mal nachvollziehen, wieso Menschen aus Verzweiflung zum Alkohol griffen. Gut tat es mir einige Male mit Freunden fortzugehen, um in ungezwungener Atmosphäre einfach einmal ohne Nachzudenken zu sein. Obwohl ich weder Alkoholexzesse erlebte, noch mir einen morgendlichen Kater ertrank, löste mein Verhalten erst recht größte Empörung aus. „Der Möchtegernguru säuft und zieht mit seinen Saufkumpanen ums Haus, während er seine Frau verlässt“ ist eine passende Beschreibung für das, was in dieser herausfordernden Zeit in der geistigen Tageszeitung von manchen Beobachtern stand.

Wie bei allen Dingen war auch dies eine Wolke, dir irgendwann vorüber zog. Die Wogen glätteten sich und Ruhe kehrte nach dem Sturm ein. Einige Menschen, die mir vertraut hatten, solange ich ein - nach ihrer Sicht und ihrem Maßstab - einwandfreies und tadelloses Leben führte, taten es nun nicht mehr: „Ich habe es ja gewusst, dass es alles nur Show war“ ist eine Form des gedanklichen Katers, der bei manchen auch heute noch als fahler Beigeschmack des eigenen Verurteilens übrig geblieben ist.

Was habe ich daraus gelernt?

Sage niemals nie! Der Strom des Lebens kann dich morgen in eine für dich gänzlich undenkbare Situation setzen, in der du Erfahrungen machst, die du nie zu träumen gewagt hast. Du kannst morgen schon in einer Situation sein, über die du dich heute bei einem anderen ausgiebigst beschwerst. Kasteie dich niemals selbst für Dinge, die außerhalb deiner Kontrolle sind. Die Dinge, die du scheinbar kontrollieren kannst, mache bestmöglich und handle nach bestem Wissen und Gewissen. Lasse dich durch die Meinung anderer nicht beirren. Am Weg der Selbstfindung werden dir unendlich viele Dogmen begegnen, was du darfst und was du nicht darfst. Ja, Dogmen haben ihre Berechtigung und helfen, dich vor Schaden zu bewahren. Sehe sie aber lediglich als Hinweisschilder, die eine gewisse Richtung vorgeben. Nicht jedes Dogma ist auf jede Situation anzuwenden.

In Bezug auf Alkohol bedenke: Wie bei allen Dingen wähle den Weg der gesunden Mitte. Verurteile dabei dich selbst und auch andere nicht. Solltest du zu viel Alkohol konsumieren, reduziere diesen. Weißt du nicht, ob du zu viel konsumierst, überprüfe dich selbst, ob du ohne Probleme in der Lage bist z.B. zwei Monate gänzlich auf Alkohol zu verzichten. Belasse es dabei nicht bei einem gedanklichen Experiment. Habe keine Angst Hilfe in Anspruch zu nehmen, wenn du diese benötigst.

Zwischenzeitlich ist auch bei Sandra und mir wieder meditative Stille eingekehrt. Wir beide sind einiges an Erfahrung reicher und erleben auf unserer wunderbaren Reise durch die Welt und das Leben unglaublich schöne Dinge und werden täglich reich beschenkt. Alkohol ist schon von Anbeginn des Jakobsweges für uns weder Werkzeug noch Thema. Dafür genießen wir aber lange Gespräche und Erkenntnisse derzeit im mittelalterlichen Hafen von Porto. Dies gerne auch bei einem Glas Port Wein. Ja, es ist Lebensfreude pur!

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Bücher, die ich zum Thema Krisen gerne empfehle

 In Verbundenheit aus Portugal,

Graphische Unterschrift von Matthias Exl

Matthias Exl beim Mittelalterfest in Corcubion

 

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Kommentare

  1. Lieber Matthias,

    deine Gedanken “Wenn Dogmen im Alkohol ertrinken” habe ich gerade gelesen.
    Deine für mich spürbare Ehrlichkeit,und wie du deine eigenen Erfahrungen mit Alkohol beschreibst,zeigen doch gerade zu deutlichst,Du bist auch nur ein Mensch!!

    Vielleicht sind viele Menschen dir gefolgt,weil sie dachten hier ist jemand der kann MICH von diesem und jenem “Unglück” “befreien”, und waren dann enttäuscht…..

    Denn dafür gibt es nicht das eine Rezept……

    Ich bin auch gerade auf meinem Weg,der unglaublich spannend ist,und “weggehen” heisst für mich auch wieder “bei sich” ankommen…..

    in tiefer Verbundenheit aus Wien

    Rebekka

    1. Author

      Liebe Rebekka,
      danke dir für deine Gedanken und liebes Feedback. Aber selbstverständlich bin ich Mensch… Und wie dankbar bin ich dafür, dass dem so ist. In Verbundenheit, Matthias

      1. Lieber Matthias,

        ich habe nun seit einigen Tagen dein Buch bei mir und lese darin.
        Es ist komisch oder es fühlt sich nur ungewohnt an,ABER ich fühle mich nun,in meiner jetzigen Lebensphase mutiger als je zuvor.

        Vor kurzem erst habe ich mein Krankenpflegediplom mit irdischen 47 Jahren “abgelegt” und musste oft hören…..Jetzt mit diesem Alter tust du dir das an…..,denn ich habe nachdem mir mein Bauchgefühl immer mehr zusetzte,zum Glück, diesen Schritt in etwas “Neues” gewagt…..
        Und ES hat mich unglaublich viel LEICHTER gemacht,damit meine ich wohlweislich aber nicht die Ausbildung…..

        NEIN,es zu tun und mich auf diesen Weg zu begeben…….

        Was Hinz und Kunz so meinen,wie ICH zu leben habe…..Es wird mir immer bewusster,WIEVIEL ich auf andere Meinungen vertraut habe…..

        Ich bin sehr dankbar das es,diese Stimme in mir gibt…..

        Schön das es dich gibt!!

        herzlich Rebekka

  2. Hallo Matthias,
    Deine Ehrlichkeit erzeugt bei mir eine innere Freiheit und eine große Zuneigung zu Dir, vielleicht ist es Liebe, wahre Liebe – ohne Dich persönlich zu kennen.
    Möchte weiter nichts dazu bemerken !!!
    Alles Gute und Schöne
    Martin

  3. Lieber Matthias,

    ich erfuhr wie es ist, wenn jemand einem auf den “Sockel” stellt.
    Damals vorher gar nicht bemerkt, erst dann erkannt, als dieser Mensch über “mein” menschliches Sein enttäuscht reagierte. Ich durfte mir einiges anhören. Interessanterweise war ich in der Lage damit umzugehen, wenn mich auch die Tatsache eine Weile beschäftigte, dass ein Menschen solch eine Reaktion zeigen kann von dem ich es am wenigsten dachte.
    Andersrum erlebte ich es, dass ich selber schon jemanden auf einen “Sockel” stellte und irgendwann erkennen durfte, dass dieser eben nicht mehr und nicht weniger “auch” Mensch ist. Natürlich ging ich damals auch durch diese Enttäuschung. Ich weiss das musste für mich sein. 🙂
    Dogmatisches macht mich irgendwie “krank” und so fing ich an, mir selber immer mehr zu vertrauen…zu fühlen was mir wirklich gut tut. Jenes was mir nicht behagt wird ebenso wahrgenommen.
    Vieles lebe ich jetzt mehrheitlich bewusst massvoll und mittig….und manches hat sich ohne grosse Anstrengung von selbst “verabschiedet”. 😉

    Schön das es euch so gut geht!

    Liebe Grüessli
    Julia

    1. Author

      Liebe Julia,
      danke dir für deine guten Gedanken! Die Kunst des Begleitens ist es auch, so gut es geht den Menschen zu helfen einen NICHT auf jenen Sockel zu stellen. Und dennoch wird es immer wieder geschehen und die Konsequenz ist meistens Schmerz, wenn die Beziehung relativiert wird.
      Dies ist der Lauf der Dinge,
      nur die Wahrheit hat Bestand,
      in Verbundenheit,
      Matthias

  4. Lieber Matthias! Du bekamst schon eine ordentliche Bürde aufgelegt.Die wichtigste Erkenntniß,von Allem,es wird immer geurteilt.Zu sich selbst zu stehen und sich abgrenzen,ist die einzige Möglichkeit,seinem Inneren treu zu bleiben und sich nicht zu verlieren.Es ist oft nie genug,auch wenn Du dass,Beste geleistet hast.Alkohol ist ein Suchtpotenzial,doch auch hier gilt es ist nicht bei jedem Vorhanden.Ich hoffe Du gehst Deinen Weg unbeiirrt weiter,Lasse Dich und Sandra Frieden finden.Du bist ein sehr wertvoller Mensch!

  5. Lieber Matthias, ich lese gerade Dein Buch zum zweiten Mal, weil es bei mir zu einer deutlich spürbaren Entspannung führt, einfach die Zeilen zu lesen und das ein oder andere selbst auszuprobieren.
    Deine persönlichen Erfahrungsberichte sind für mich sehr wichtig, um ein Gespür für die “Alltagstauglichkeit” einer Befreiung vom Selbst zu bekommen.
    Wo könnte ich denn Dein im Buch empfohlenes Vorgehen vertiefen. Ich glaube, ich bräuchte da praktische Unterstützung.
    Ich wünsche Dir und Sandra alles erdenklich Gute auf Eurem Weg.
    LG, Michael

    1. Author

      Lieber Michael, danke dir für dein schönes Feedback über welches ich mich sehr gefreut habe… Worte und Gedanken wie deine sind der Grund, dass ich den Blog fortführe. So scheint dieser doch Sinn zu haben…
      In Verbundenheit,
      Matthias

  6. Schön geschrieben. Die Erfahrung habe ich auch schon gemacht, dass ich mich über Menschen aufgeregt habe und gar nicht so viel später genau das selbe “Schlechte” getan habe. So ist das Leben wohl. So lernt man eben von Ereignis zu Ereignis was dazu. Auch lerne ich gerade, endlich das zu tun, wonach mir ist. Wonach mir wirklich ist – egal was andere denken oder was sich gehört oder was ich vielleicht lieber tun oder lassen sollte. Mir gefällt dieser Blogeintrag besonders gut, weil er so ehrlich ist, so authentisch. Perfekt wird wohl niemand sein können und das wäre auch stinklangweilig. Zumal es ja reine Definitionssache ist, wer oder was perfekt überhaupt ist. Ich weiß gar nicht wie ich erklären soll, was ich jetzt sagen will, aber ich versuche es mal. Als ich vor einigen Monaten Deine Videoclips gefunden habe, fand ich Dich gleich sehr sympathisch und was Du gesagt hast, hat mir gefallen. Aber seit ich diesen Blog dann verfolgt habe und am Rande einen klitzekleinen Einblick in die Geschehnisse Deines Lebens bekommen habe, wurdest Du so viel “näher”. Näher im Sinne von: echter, lebendiger, authentischer. Oder vielleicht auch Näher im Sinne von: weniger die Rolle des Vorbilds, des Lebenswegweisers; als EIN Vorbild, jemand der den Weg GEHT. Ich finde es nämlich so mutig von Dir diesen, Deinen Weg zu gehen und ich freue mich darüber, obwohl ich Dich nicht kenne. Wünsche Dir alles Gute und bin gespannt auf weitere Einträge. Liebe Grüße, Katrin

    1. Author

      Danke dir für deine Gedanken liebe Katrin, danke dir für deine Zeit, die du dir genommen hast. “Perfekt sein” – liegt wie du richtig schreibst im Auge des Betrachters. So geht es letztendlich nur darum, die Perfektion im eigenen Spiegel und in allem Existierenden zu sehen…
      In Verbundenheit,
      Matthias

  7. Wie alle Deine Beiträge : Wertvoll.
    Und mit hohem persönlichen Wiederekennungswert.

      1. Maß halten bei Alkohol… Schön und gut. Was aber, wenn du dem Alkohol “ausgesetzt” bist und selbst keinen Schluck trinkst. Weglaufen? Hieße das nicht , sich seiner eigenen Resonanz entziehen, statt an ihr zu wachsen? Alles hinschmeißen und damit einen wertvollem Menschen den letzten Halt entziehen? Was wenn man sich entscheidet, sich der Aufgabe zu stellen, wie das angehen und trotzdem die eigene Kraft und den Glauben nicht verlieren? Mal deine Gedanken dazu würden auf dankbare Ohren fallen (oder Augen *lach)

        1. Author

          Liebe Emma, danke dir für deine Offenheit!
          Ja, dies ist tatsächlich nicht leicht. Stelle dir die Frage: “was dient jener Person am meisten?”.
          Ist es Mitgefühl und Halt? Oder gibt es vielleicht noch mehr?
          In Verbundenheit,
          Matthias

          1. Danke für deine Antwort aus dem sonnigen Portugal 🙂 Ja ich denke schon, dass es Mitgefühl und Halt ist. (Nur) Liebe kann es nicht sein, denn diese hat nicht aus der Situation herausgeführt. Loslassen hieße fallenlassen. Weglaufen ist aber keine Option. Verantwortung tragen in einem Maß, dass die geliebte Person irgendwann die seine tragen kann. Nur über das Maß bin ich mir noch nicht sicher. Ich hoffe auf ein Zeichen. Vielleicht wird Gott sich ja irgendwann auch meiner bewusst und sendet mir dieses. Wann hast du gewusst, dass es Gott war, der zu dir sprach und nicht du selbst dein Gedankenkarussel gedreht hast?

  8. Lieber Matthias,
    ich respektiere dich mehr denn je. Was für eine befreiende Wohltat zu hören und zu fühlen, dass wir alle im gleichen Boot sitzen. Danke, dass du uns an deinen Erfahrungen teilhaben lässt. Ich verneige mich vor dir. Theresia

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