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Motivation: “Ja, aber” oder “wieso nicht”?

In Allgemein, Gesundheit für die Seele by Matthias A. Exl2 Kommentare

Es gibt zwei Arten von Verhaltensmustern, die sehr stark beim Arbeiten an gemeinsamen Projekten wirken: die Verhaltensweise des Machers und die des Blockierers. Der eine sieht grundsätzlich Möglichkeiten und freut sich über knifflige Situationen und die immer findbare Lösung. Der andere sieht überall Probleme und verweigert sich aus unterschiedlichsten Gründen der Veränderung und zwar mit einer Vielzahl von Taktiken.

Die erste Frage, die wir uns stellen sollten ist: was sind die Vorteile und die Nachteile beider Verhaltensmuster?

Der Macher

Auf der einen Seite können diese gewissenhaft, pflichtbewusst, korrekt und ehrgeizig sein. Auf der anderen Seite können hier Tendenzen entstehen, pedantisch zu werden oder das Leben eines Perfektionisten einzuschlagen. Diese Tendenz kann (muss aber nicht) Stress erzeugen, der sich seelisch wie körperlich negativ auswirkt und zu Burnout führen kann.

Der Blockierer

Manche leichte Formen des Blockierens können überschnelle Reaktionen aushebeln und sorgen so für Besonnenheit im Verhalten. Dennoch überwiegen beim Blockieren die negativen Eigenschaften, welche viele Ursachen haben können. Eine neue Idee wird vorgetragen und der Blockierer erklärt, wieso diese Idee schlecht ist, zum Scheitern verurteilt, nicht zu erreichen oder völlig problematisch ist. Wieso?

  • Manche Menschen rücken sich selbst durch Aufzählung all der Probleme in den Mittelpunkt. Unbewusste Motivation sind hier Gedanken wie "siehst du, wie viel ich zu dem Thema weiß", "du musst mich doch brauchen, erkennst du das nicht" und vieles mehr
  • Wieder andere blockieren, weil sie "einfach nicht möchten". Fadenscheinige Ausreden sollen dann das "Nicht Wollen" verschleiern!
  • Manche fühlen sich von neuen Ideen persönlich angegriffen und zurückgesetzt, sei es, dass sie sich übergangen oder bedroht fühlen.

Typische Formulierungen

Den Macher begleitet ein zentraler Gedanke: "Warum nicht?". Es gibt nichts Neues, was es nicht auszuprobieren gilt. Alles ist spannend. Neue Ideen, die uns beiden dienen, werden gerne umgesetzt. Mehr noch, "Warum nicht?"-Menschen sind ein Sinnbild für Hilfsbereitschaft und Unterstützung.

Den Blockierer hingegen verfolgt der "Ja, aber..." Satz. Zu allem gibt es ein "Ja, aber...". Die Betonung liegt hier selbstverständlich am ABER, welches nicht nur groß geschrieben wird, sondern sich immer mit einer Aufzählung von Haaren in der Suppe paart. "Ja, aber"-Sager sind oftmals auch Widerspruchsgeister. Dies sind Menschen, die grundsätzlich "Nein" in einer Konversation sagen und gerne widersprechen. Sei es, um sich zu reiben, nicht belehrt werden zu wollen oder einfach nur um auszudrücken: lasse mich mit deiner Meinung/Idee in Ruhe.

Auch interessant:  Eine schreiberische Schaffenspause

Tipps für Blockierer um Motivation wiederzufinden

Wenn Sie sich selber als Blockierer entlarven, beherzigen Sie die folgenden Tipps:

  • Schritt 1: sagen Sie zu dieser Übung nicht "Nein, weil..."
  • Schritt 2: sagen Sie zu dieser Übung nicht "Ja, aber..."
  • Schritt 3: verweigern Sie sich selbst jeden Anflug von "Ja, aber" oder "Nein, weil..." für die Dauer von einer Woche
  • Schritt 4: beobachten Sie, was in dieser Woche geschieht und freuen Sie sich!

Wenn Sie sich neuen Möglichkeiten öffnen und sich selbst vom "Ja, aber..." befreien, werden Sie schnell feststellen, welche wunderbaren und aufregenden Gelegenheiten auf Sie warten. Eine neue Art des Denkens fördert die Motivation und macht Sie zu einem wesentlich angenehmeren Zeitgenossen.

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Zum Thema Motivation empfehle ich gerne die folgenden Bücher

Zum Abschluss teile ich noch gerne das nachfolgende Video von Georg Schramm zum Thema Motivation und den Sätzen "Wieso nicht..." und "Ja, aber...". Georg Schramm liebt das Stilmittel der Satire, bitte daher nicht alles wortwörtlich nehmen.

Ich freue mich auf Ihre Gedanken!

In Verbundenheit,

Graphische Unterschrift von Matthias Exl

Referenzen und weiterführende Informationen:

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Kommentare

  1. Lieber Matthias,

    ein höchst aktueller oder “ewig” gültiger Beitrag hat MICH und sicher auch viele andere liebe Mitschreiber von dir erreicht.

    MOTIVATION- die Quelle des “Vorwärtskommens,des Entdeckens und Veränderns, das auf den Weg machen und sich “selber anschieben”…………
    Für mich ist ES auch ein Überwinden des “inneren Schweinehundes” wie ES so schön heisst……

    Nun ich selber sehe da in meinem Leben,(wenn ich an meine familiäre Herkunft denke) oft das Blockieren und “Ja,aber……das in meinem Elternhaus oft gebraucht wurde,um meinen “neuen” Ideen etwas entgegenzusetzen….

    Hier regte sich schon in jungen Jahren mein Widerstand, und ich tat ES trotzdem…….

    Sätze meiner Brüder wie ” Du weisst ja NICHT was du tust” oder Du wirst schon sehen!…. waren die Antwort auf etwas was ICH entschieden hatte….. HEUTE weiss ich das meine innere Stimme schon damals ziemlich genau wusste, das ich diese Idee durchleben und vor allem SELBER erfahren musste!!!

    ES WAR GUT SO!!

    Alles was ich Ausbildungstechnisch, beruflich erreichen wollte,habe ich mit Selbstmotivation erreicht,vorallem dann, wenns überhaupt NICHT mehr klar war,OB ich es noch ganz durchziehen kann….

    Da kommen dann die “lieben Zweifelsteufelchen” und auch körperliche Grenzen die sich dann zeigen,und in den “Vordergrund” drängen…..HEUTE freu ich mich gerade wegen der “Durststrecken” und “Versagensängste”in einem ruhigeren Hafen “eingelaufen” zu sein…

    DOCH ich bin bereit jederzeit wieder die “Segel” zu setzen und der stürmischen See die Stirn zu bieten!!

    Danke auch für die Literaturempfehlungen und Georg Schramm Video,genialer Mann!!

    Herzensgrüsse an Dich

    Rebekka

    1. Author

      Liebe Rebekka,
      danke dir für deine Zeilen. Ja, ich hatte mich auch über Georg Schramm amüsiert. Man sollte zwar nicht alles so wortwörtlich nehmen aber dennoch: ein gelungener Vortrag. Die lieben Zweifelsteufelchen kennt – so denke ich – jeder. Ich kann ein Lied davon singen…
      In Verbundenheit,
      Matthias

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