Die Wüste als Symbol für Einsamkeit und Ruhe

Die eigene Einsamkeit hinterfragen

In Gesundheit für die Seele by Matthias A. Exl8 Kommentare

Kürzlich erhielt ich eine Nachricht eines lieben Menschen, der mir von seiner Einsamkeit berichtete. Alleine zu leben gestaltet sich für viele Menschen als schwierig, da die tiefe Sehnsucht nach einem liebevollen Weggefährten tief in uns verankert zu sein scheint. Im Juli 2014 schrieb ich einen Eintrag mit dem Titel „Die Angst vor der Einsamkeit im Herzen“, in welchem ich einige Mechanismen und Hintergründe des Suchens nach Gesellschaft beleuchtete.

Heute widme ich mich sehr praktischen Hinweisen, was man tun kann, um Mitmenschen zu begegnen oder einen Partner für´s Leben zu finden. Die Chance, dass sich hinter Einsamkeit einer der folgenden sieben problematischen Faktoren verbirgt, ist sehr hoch. Vielleicht unterstützt dieser Beitrag genau Sie, dieses Hindernis im Inneren zu überwinden.

Zuerst ist es wichtig, dass Sie aufhören, sich dafür zu schämen, einsam zu sein. Es gibt kaum einen Menschen, der nicht irgendwann einsam war. Fast jeder von uns hat auf die eine oder andere Art Einsamkeit durchlebt - ich auch. Es gibt also keinen Grund zu glauben, dass mit mir selbst etwas „falsch“ ist oder ich grundsätzlich ungeliebt bin. Es gibt lediglich einige fehlerhafte Mechanismen, die mich in das scheinbare Abseits manövrieren, aber auch Dinge, die ich selbst sehr leicht verändern kann! Sei es, dass Sie keine Freunde haben oder keinen Partner für das Leben, oder auch dass Sie keine Gesprächspartner in der eigenen Familie finden: dieser Artikel wird Sie unterstützen, problematische Verhaltensweisen zu finden und diese zu überwinden!

Folgende Verhaltensweisen werden in diesem Artikel behandelt:

Der „Ich habe kein Leben“- Mensch

Viele Menschen, die einsam sind, empfinden es so, dass sie schwer ihr eigenes Leben beschreiben oder festmachen können. Wer bin ICH überhaupt? Woraus besteht mein Leben? Habe ich meinen Platz, meine Vision, meine Richtung, meine Vorlieben überhaupt schon gefunden?

Gehöre ich zu dieser Art Menschen, suche ich einen Partner, der mir Sicherheit, Halt und Richtung vermittelt. Hier ist die Suche ein Versuch, mehr Sinn im eigenen Leben zu finden. Dieser Mensch kopiert oft Verhaltensweisen anderer Menschen, um als Chamäleon gemocht zu werden. Anpassung, Verhaltensweisen kopieren und oft auch Manipulation gehören zum Repertoire, um ein bisschen Aufmerksamkeit zu erheischen.

Was ist zu tun?

Beantworten Sie folgende Fragen:

  • Was macht mir Freude?
  • Was habe ich schon sehr lange nicht gemacht?
  • Was würde ich gerne tun?
  • Warum mache ich diese Dinge nicht?
  • Was tut mir nicht gut, was ich loslassen sollte?
  • Was tut mir gut, was ich nicht tue?

Wenn Sie die Aktivitäten identifiziert haben, widmen sie sich diesen jede Woche für eine von Ihnen selbst definierten Zeit. Versuchen Sie diese Aktivitäten in einem neuen Umfeld zu machen, in welchen Sie sich bisher nicht bewegt haben… Sei es, eine neue „Gruppe“, eine „Interessengemeinschaft“ etc. Einerseits werden Sie mehr über sich selbst erfahren und gleichzeitig ähnlich interessierte Menschen kennen lernen.

Der „Ich bin alleine, damit keiner sieht, dass ich kein Leben habe“- Mensch

Dieser Typus geht noch einen Schritt weiter als der erste Fall, nur mit dem Zusatz, dass er sich so sehr für den Mangel an "eigenem Leben" schämt, dass er nicht unter (neue) Menschen gehen möchte, damit dies keiner erkennt.

Was ist zu tun?

  • Machen Sie sich keine Sorgen! Jeder von uns hat sich irgendwann für irgendetwas sehr geschämt: haben Sie Mut und stellen sich der Angst!
  • Seien Sie ehrlich: Sagen Sie Menschen, die nachfragen etwas wie: „ich habe in letzter Zeit zu viel gearbeitet (oder mich unwichtigen Dingen gewidmet) und damit ist mein privates/soziales Leben einfach zu kurz gekommen. Dies möchte ich jetzt ändern…

Der „Ablenk-Experte“

Dieser Typus verwendet Computer, Fernsehen, Alkohol, Drogen oder auch Arbeit, um in eine bekannte Scheinwelt abzutauchen, um von der eigenen Einsamkeit abzulenken. „Nur nicht zulassen, dass der eigene Geist über den Sinn des Lebens nachdenkt“ lautet die Devise.

Was ist zu tun?

Es ist offensichtlich, dass dieses Verhalten keine Lösung bedeutet und nur für kurze Zeit des Lebens die scheinbare Antwort ist. Es ist offensichtlich, dass es an Motivation fehlt, die Situation zu ändern. Zu angenehm ist der bekannte Trott, in dem ich mich bewege…

  • Eine ehrliche Bestandsaufnahme des eigenen Lebens ist hier wichtig! Werden Sie sich darüber klar, ob DAS wirklich ihr Leben ist. Wie sieht es um Ihre Träume aus? Funktionieren Sie nur oder leben Sie schon?
  • Ein umfangreicher Tapetenwechsel wäre angesagt. Seien Sie mutig, versuchen Sie etwas gänzlich neues: und hier ist nicht gemeint, ein Genre Wechsel beim Computerspiel, sondern eher etwas wie eine Kündigung, eine Weltreise, ein länger dauernder Urlaub, eine Reise in ein gänzlich anderes Land, Trekking, Abenteuer, Jakobsweg, etc., etc., etc….

Der „Andere sind verantwortlich, deswegen bin ich alleine“- Mensch

Dieser Mensch ist ein Meister darin, andere Menschen für die eigene Lebenssituation verantwortlich zu machen. Sei es der geschiedene Partner, die ehemaligen Firmenkollegen, die Eltern oder Freunde, die sich abgewendet haben.

Dieser Mensch erwartet von seinen Freunden, zu Aktivitäten eingeladen zu werden und ist stetig auf der Suche nach Blutsbrüdern, mit welchen man sich über die Gemeinheit des Lebens austauschen kann.

Was ist zu tun?

Überwinden Sie die irrige Meinung, dass sich Menschen um Sie bemühen und Ihnen ununterbrochen ihre Zuneigung demonstrieren müssen. Vielmehr beginnen Sie, vor Ihrer eigenen Türe zu kehren, vor der sich über die Jahre sehr viel Dreck unter dem Blümchen Fußabstreifer angesammelt hat.

  • Fangen Sie an, Dinge zu organisieren.
  • Seien Sie selbst für andere Menschen da, auch wenn Sie noch so überzeugt davon sind, dass Sie viel zu viel für andere Menschen getan haben.
  • Hören Sie auf, schlecht über Menschen zu sprechen. Erlauben Sie sich nicht mehr, schlecht zu sprechen oder in Folge zu denken.
  • Lernen Sie loszulassen, zu vertrauen, aufzugeben und zu akzeptieren. Sie sind der Schöpfer der eigenen Realität und niemand sonst.
  • Werden Sie aktiv und übernehmen Sie die alleinige Verantwortung für Ihr Leben!

Der „Ich bin lieber alleine und habe kein Interesse“- Mensch

Dieser Mensch findet seine Mitmenschen langweilig und uninteressant. Mitmenschen werden als lästig oder unangenehm empfunden.

Was ist zu tun?

  • Geben Sie sich einen Ruck und lernen aktiv zuzuhören! Jeder Mensch birgt etwas sehr interessantes in sich. Dies bedeutet nicht, dass es Ihre Pflicht ist, sich zumüllen zu lassen. Es bedeutet lediglich, dass Sie sich bewusst machen sollten, dass überall Schönheit verborgen ist. Es geht lediglich darum, die richtigen Fragen zu stellen und bewusst zuzuhören.
  • Sein Sie ehrlich interessiert und es wird sich diese unbekannte schöne Seite des Mitmenschen offenbaren. Viele Menschen teilen dies erst dann mit, wenn Sie spüren, dass jemand ehrlich an Ihnen selbst interessiert ist. Versuchen Sie es!
  • Ihr eigenes Desinteresse ist es, das Sie auch für Mitmenschen uninteressant macht und zur Einsamkeit führt. Ein guter Punkt, die hier gegebenen Ratschläge umzusetzen.

Der „Snob und Besserwisser": Der "Klar bin ich alleine" - Mensch

Dieser Zeitgenosse ist nicht selten besonders stolz auf seinen akademischen Grad oder eine spezielle Fachausbildung. Das umfangreiche Wissen will noch umfangreicher mitgeteilt werden. Mitmenschen, wenn Sie nicht flüchten können, werden als Zuhörer der eigenen Weisheit missbraucht. Einsamkeit entsteht durch einen Mangel an laufend flüchtenden Zuhörern und nicht selten wird der Snob gleichzeitig zu einem „Ablenk Experten“. Letztendlich endet der Snob aber in seiner Ablenkung meistens alleine, denn die Strategie "Ich erzähle es dir, koste es dich was es wolle" geht nicht auf.

Auch interessant:  Wie kann ich loslassen?

Was ist zu tun?

  • Werden Sie sich Ihrer Entfremdung von Mitmenschen bewusst.
  • Werden Sie sich darüber klar, dass nicht alle Mitmenschen uninteressant und Ihrer nicht wert sind, sondern dass es sich durch Ihre Verhaltensweise genau umgekehrt verhält. Sie sind uninteressant und nicht wert, dass Ihnen zugehört wird. Ja, dies ist hart: aber kein Mensch wird gerne zu etwas zwangsverpflichtet. Der Mensch möchte angehört und wahrgenommen, nicht aber belehrt werden.
  • Hören Sie auf, sich banal abzulenken, nur um sich nicht darüber Gedanken machen zu müssen, warum Sie alleine sind.
  • Lernen Sie zuzuhören, erkennen Sie jeden als IHREN Lehrer, von dem Sie soziale Kompetenz erlernen können. Die Verkäuferin in einem Markt hat wahrscheinlich viel mehr schöne Gespräche mit Mitmenschen und wahren Freunden, als Sie selbst. Ihre Ausbildung macht Sie kein bisschen besser oder kompetenter in menschlichen Fragen als jemand, der diese Ausbildung nicht genossen hat.
  • Ändern Sie Ihre festgefahrenen, durch Selbsthypnose so positiv dargestellten Lebensumstände. Wer sind Sie im Kontext zu Ihren Mitmenschen?
  • Gehen Sie zuhörend auf Ihre Mitmenschen zu und erlauben Sie sich nicht, diese in irgendeiner Art zu belehren oder diesen ungefragte Ratschläge zu erteilen. Lernen Sie Schüler zu sein.

Der "Ich habe Angst vor dem Alleinsein und akzeptiere deshalb alles"- Mensch

Dieser Mensch war selten alleine und hat ein unglaublich geselliges Leben. Er ist einsam unter vielen! Der beste Kumpel und oft auch Kasperl vom Dienst ist ein wunderbarer spaßiger Partner. Doch für mehr scheint es nie zu reichen. Diese Einsamkeit unter vielen löst in Folge das aus, dass dieser Zeitgenosse beginnt, sich noch mehr zu prostituieren, um zu gefallen. Zu groß ist die Angst, sich falsch zu verhalten und so einen potentiellen Kandidaten für eine Partnerschaft zu verscheuchen. Sind mehrere Personen anwesend, werden alle betört im Falle, dass einer davon der Jackpot sein könnte. Und dennoch wenden sich die Menschen ab, bleiben nicht oder sind irgendwie nicht verfügbar. Die Einsamkeit wächst proportional zur Angst, dass ich alleine übrig bleibe, was mich noch mehr zum Kumpel Dasein zwingt und die Prostitution der eigenen Gefühle und Verhaltensweisen voran treibt.

Was ist zu tun?

  • Ihre Einsamkeit ist keine Ausrede dafür, Dinge nicht zu tun! Hören Sie auf, zu sagen, dass Sie Dinge "für Sie selbst" tun würden, wenn "ein Partner hier wäre!". Tun Sie, was Sie tun möchten auch ohne Partner.
  • Ihre Einsamkeit ist keine Ausrede dafür, Dinge zu tun! Hören Sie auf, Dinge zu tun, die Ihnen nicht gut tun! Hören Sie auf, allen gefallen zu wollen.
  • Werden Sie sich bewusst, dass der oder die Richtige ohnehin der oder die Richtige ist, auch wenn Sie sich Zeit lassen und nicht gleich aus Angst, eine Chance zu verpassen, zu allem bereit sind.
  • Hören Sie auf, sich zu prostituieren. Erlauben Sie sich, Sie selbst zu sein. Mit allen Ecken und Kanten. Seien Sie authentisch. Selbst wenn Sie mit dieser Art bisher Erfolg hatten, jemanden zu angeln, war es dennoch nur kurzfristig. Sie sind Meister des Strohfeuers, nicht aber des tiefen Kennenlernens. Reicht Ihnen das Strohfeuer wirklich? Wenn nicht, hören Sie auf, dieses laufend zu entzünden, um nur von Krümeln zu leben! Die Torte steht Ihnen zu und nicht nur die Reste.

Fazit - Einsamkeit kann integriert und überwunden werden

In allen beschriebenen Fällen werden Ihnen die Tipps helfen, Muster zu überwinden, die Sie in Bezug auf Ihre Mitmenschen blockieren. Ich weiß, wovon ich spreche, war ich doch ein bisschen von allem. Seien Sie mutig und vor allem ehrlich zu sich selbst. Dies ist der erste Schritt zu einer echten Verbesserung! In keinem der genannten Fälle erlauben Sie sich die so angenehme Ausrede: „Ich würde dies machen, wenn ich einen Partner hätte“, denn dann beißt sich die Katze in den Schwanz. Der zweite Schritt ist: Erlauben Sie sich mit Ihrer neu gewonnenen Ehrlichkeit sich selbst gegenüber das Experiment neuer Verhaltensweisen. Begeben Sie sich in ein neues Umfeld, welches Ihre Interessen teilt. Seien Sie Sie selbst, seien Sie authentisch, verbiegen Sie sich nicht. Sie werden sehen, wie schnell neue Menschen von ganz alleine in Ihrem Leben auftauchen, die sehr gerne Zeit mit Ihnen verbringen. Und vielleicht ist auch der oder die Richtige für Sie darunter.

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Für jene Menschen, die selbständig an sich arbeiten wollen, habe ich einen Leitfaden zusammengestellt, in dem ich beschreibe, wie du auf ehrliche und systematische Weise Selbstreflexion betreiben kannst. Du findest darin praktische Tipps, wie du all jene unbewussten Muster aufspüren kannst, die so viele Probleme verursachen. Die Abonnenten meines Blogs (das Abo ist kostenlos) können den Leitfaden zur Selbstreflexion gratis herunterladen. Hier kannst du dich eintragen, wenn du über neue Artikel von mir informiert werden möchtest, inklusive Gratisdownload meines achtseitigen Booklets.

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Von Herzen empfehle ich Ihnen die folgende Literatur, die Ihnen  sicherlich weiterhelfen wird. Es ist ein guter Anfang, ein neues Leben heute zu beginnen:

In Verbundenheit,

Graphische Unterschrift von Matthias Exl

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Matthias A. Exl, MBA arbeitete viele Jahre erfolgreich im Ausland in leitenden Positionen internationaler Konzerne. Es folgte eine Phase der Neuorientierung, in der sich Matthias die Frage stellte, ob Geld, Status und Macht tatsächlich glücklich machen können. Im Streben nach Werten und Sinn verlagerte Matthias seine Tätigkeit in den NPO Bereich. Matthias ist Initiator des erfolgreichen Zauberwald Projekts und publizierter Autor (vgl. „Befreie dich selbst! Über die Kunst wahrhaftig zu leben“, 2008). Außerdem arbeitet Matthias als Spezialist für digitales Marketing, freier Journalist, bloggt auf https://befreie-dich-selbst.com über philosophische Themen und ist Gründer von Two Wings und Digicube.

Kommentare

  1. Lieber Matthias !
    Eine Auflistung von Gedanken,deren Inhalt erst erkannt wird,wenn schon einiges nicht stimmt.
    Hiermit zeigst du Wege,die machbar werden,durch Erkennen.Ich danke Dir,für Dein Teilen.Es ist wirklich großartig.
    Ganz lieben Gruß
    Gerti

  2. Die scheinbare Problematik des Alleinseins richtet sich vor allem nach gesellschaftlich geregelten Lebensroutinen aus. Es ist nicht weiter verwunderlich, dass so ziemlich jede(r) mal an einem Punkt anlangt, an dem ein Gefühl der Einsamkeit entsteht. Die meisten von uns sind Hypervitalitäts-Junkies, die zeitlebens aufgefordert sind, mainstreamgerechte, multimodale Tasks zu erledigen. Leider jedoch beinhaltet gerade diese kollektive Systematik jene Vernachlässigung der Individualität, die für die sogenannte Einsamkeit verantwortlich ist.

    Um es jetzt pathetisch auszudrücken: Ich meine, dass “Einsamkeit” (so wie es in diesem Zusammenhang interpretiert wird) nichts Anderes darstellt, als eine ungeniessbare Frucht, geboren aus den kargen Wurzeln einer soziokulturellen Evolution. Die menschliche Entwicklung etablierte bis dato im Großen und Ganzen einen tragfähigen Standard, der zwar als Fundament für ein Zusammenleben geeignet scheint, Feinheiten in seiner Dynamik aber nicht wirklich berücksichtigt. Diverse Erscheinungen der menschlichen Psyche, von Aggression im Strassenverkehr, bis hin zum globalen Völkermord, sind nichts wohl nichts anderes als der Ausdruck von Schmerz in uns selbst, leise oder brüllend, folglich das Echo der Einsamkeit.

    Persönlich betrachte ich Einsamkeit als die Abwesenheit von Achtsamkeit. Aber es ist schwer, achtsam in einer Welt zu leben, die uns nahezu dazu drängt einsam zu sein.

    Es scheint leichter einsam zu sein als achtsam, um nicht einsam zu sein. Letztendlich aber lohnt sich die Mühe der Achtsamkeit. Letztendlich gehen wir kraftvoll durchs Leben – und aus ihm wieder heraus. Ein guter Zustand.

    Mit Wunsch, dass es uns allen besser geht.

    1. Author

      Lieber Norbert,
      danke dir für deine weisen Zeilen, denen ich mich nur anschließen kann… Achtsamkeit ist sicherlich ein Schlüssel zur Zellentüre des goldenen Käfigs.
      In Verbundenheit,
      Matthias

    2. Lieber Norbert,

      du drückst Es wieder sooooooooooo treffend aus,ja es ist der eigene Schmerz der so viele Mitmenschen einsam machen lässt,oder erstarren.

      Ich habe das Wort versteinern mal wo gelesen,also wandelnde “Felsen”…..

      Auch für mich,ist es die Achtsamkeit mir aber auch dem Gegenüber,um nicht “unterzugehen”…..

      So können wir kraftvolle,blühende Äste auf einem Lebensbaum werden in mitten von WÜSTE oder “Grauheit”…..

      Du bist ja doch ein weiser “Drache” (sorry,das muss ich dir schreiben)

      in Verbundenheit und der Hoffnung das es uns allen besser geht.

      Rebekka

      1. Liebe Rebekka,

        Ich habe schon mal geschrieben, dass ich nicht weiser bin als jeder Stein da draußen, aber Danke für dein gut gemeintes Kompliment. 😉 Wenn wir schon bei den Steinen sind, kann ich nur sagen, dass ich in jedem “wandelnden Felsen” diesen Herz-Anteil erkennen kann, so gut kann keiner versteinert sein.

        Ich denke, der Begriff “Achtsamkeit” wird leider allzu gerne verwechselt mit “Vorsicht”, was soviel bedeuten kann wie: Ich nehme mich mal zurück, damit Dir und mir (im gemeinsamen Umgang) kein Leid geschieht. Soviel “Achtsamkeit” kann früher oder später nur zu Konflikten führen. (Ich muss es wissen, bin ich doch täglich mit meinem “Zombiegärtlein” beschäftigt…;) Ich brauchte Jahre, um mich an dieses Klosterdasein zu adapteren, doch letztendlich hat es mich irgendwie verändert. Ich konnte nicht vor noch zurück, also musste ich “Hingabe” üben, um nicht selbst zum Stein zu kristallisieren.

        Von “Untergehen” kann keine Rede sein, wenn Du dich mit deiner Natur beschäftigst. Es ist wie ein Gummiband, dass dich irgendwann wieder zurückzieht, in Richtung göttlichem Kern. So sind wir ständig mit uns selbst beschäftigt, und Eckhart Tolle beschreibt es so schön in der Form von Wellenbewegungen die “draussen” stattfinden, während du tief in dir, in der Mitte ruhst.

        Wenn wir schon bei den Komplimenten sind: Du bist eine der wenigen Menschen, die ihr Lebensgefühl selbst durch binäre Strukturen hin so schön vermitteln kann, dass es spürbar rüberkommt. So gesehen freue ich mich immer wieder über Deine Resonanz. 🙂

        In Verbundenheit und bis demnächst im Kuchentheater 🙂

  3. Lieber Matthias,

    an dieser Stelle möchte ich einfach wieder mal danke sagen für deine Denkanstösse und “Umleitungswege” zu neuen Wegen!!
    Sei August 2014 befinde ich mich in einer nicht aufhörender Veränderung,die mir ja nicht nur “Applaus” eingebracht hat,vor allem von meinem Ehepartner. (Eher Kopfschütteln und Unverständniss……)
    DOCH ich kann nicht mehr zurück,in mir ist einfach eine Stimme entstanden und die schreit förmlich LEBE!!!!!
    Und ES geht mir gut dabei,trotz massiver Widerstände vertraue ich dieser tragenden,liebevollen Kraft,diesem göttlichen in mir!!!
    DU,hast mir dabei viel Impulse gegeben!!

    DANKE für dein Sein!!

    in tiefer Verbundenheit

    Rebekka

    1. Author

      Liebe Rebekka,
      danke dir für deine lieben Zeilen. Jedesmal, wenn du dir die Zeit nimmst, einen Kommentar zu schreiben, lieferst genau du so wertvolle Impulse! Auch für mich!
      In Verbundenheit,
      Matthias

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