Raus aus der Routine – das Leben ist kostbar!

In Gesundheit für die Seele, Weltgeschehnisse & Auswirkung by Matthias A. Exl8 Kommentare

Für viele Menschen scheint es, als ob das Leben an Ihnen einfach vorbei fließt. So vieles hat man sich geschaffen, angeschafft und erworben, alles scheint so wunderbar zu funktionieren und dennoch ist da das Gefühl der gähnenden Leere, das Gefühl etwas Wesentliches verpasst zu haben. Dieses Gefühl quält, man fühlt sich festgefahren in all dem Bekannten, welches das Resultat einstiger und nun erfüllter Wünsche war.

Es gibt zwei Formen von Gitterstäben: die sichtbaren und die unsichtbaren. Auch ich war von diesen einst betroffen bzw. in dem von mir geschaffenen Gefängnis eingesperrt. Die sichtbaren Gitterstäbe sind die selbst geschaffenen Verbindlichkeiten, Einkommenserwerb, Dinge, die erhalten werden wollen und vieles mehr. Durch die immer offene Gefängnistür zu schreiten, gestaltet sich nur deswegen als schwierig, weil wir meinen, dass diese Türe verschlossen ist: “Ich kann nicht, weil…” ist Ausdruck der Ängste, die uns erklären, dass die Folge von Freiheit der Verlust von Sicherheit, sehr dramatisch dargestellte Verarmung, Liebesentzug und vieles mehr sei. Das Resultat ist, dass der Mensch gerne in seiner kleinen aber dafür bekannten Zelle sitzen bleibt und auf bessere Zeiten oder den “richtigen” Moment wartet – welch Wahnsinn! Das Leben wird zur Routine, der Mensch zu einem versteinernden Zahnrädchen in einer scheinbar herzlosen Maschine, die sich das System nennt. Und nicht selten zeigt sich das Geschenk des Burnouts als lebendiger und nicht zu ignorierender Hinweis, dass es notwendig geworden ist, sich zu verändern.

Tödliche Routine

Die unsichtbaren Gitterstäbe sind jene Dinge, die wir als angenehm empfinden. Die Gitterstäbe sind hier mit Plüsch ummantelt und fühlen sich wohlig und weich an, während sie uns an Entwicklung, freiem Denken und einem Leben in geistiger Freiheit hindern. Es sind jene Begehrlichkeiten, die wir meinen, für das Wohlergehen zu brauchen. Doch eigentlich beginnt das Leben erst am Ende der Komfortzone! Die Abonnements, Konsumartikel, scheinbaren kleinen Freuden sind nicht “schlecht” an sich. Ich sage auch nicht, dass diese Dinge nicht genossen werden sollten, doch sollte man sich die Frage stellen, wer wen besitzt? Wäre ich bereit, für Freiheit zu verzichten? Immerhin kosten all die Dinge auch Geld, für das ich arbeiten muss.  Eine weitere Form von unsichtbaren Gitterstäben sind Dogmen, die oftmals fanatisch im eigenen Leben umgesetzt werden müssen, ohne den tiefen Sinn zu begreifen und gleichzeitig auf der Verstandes-Ebene zu verweilen. “Ich weiß” wieso ich 40 Tage faste, “ich muss” täglich meditieren oder jeden Sonntag in die Kirche gehen – dies oder jenes ist Gesetz. Und genau hier befindet sich der Mensch manchmal – ohne es zu merken – bereits in einem unsichtbaren Käfig, der vorgibt, wie ich zu sein habe! Und dabei habe ich die einfachste Herzensfrage bald vergessen: wie sieht es um meine Lebensfreude aus? Wachse ich? Werde ich freier? Oder werde ich dogmatischer und immer häufiger meine Mitmenschen mahnend den Zeigefinger erhebend? Ja, auch Selbstfindung kann zur Routine werden!

“Wenn du glaubst, Abenteuer seien gefährlich, dann probier’s mal mit Routine: die ist tödlich!” – Paulo Coelho

Routine oder Leben?

So ist es wichtig, dass wir unser Leben immer wieder zwischenzeitlich auf den Prüfstand stellen:

  • Bin ich glücklich in meinem Leben?
  • Bin ich dankbar für mein Leben?
  • Verwirkliche ich mich und meine Träume?
  • Funktioniere ich lediglich und bin ich nur ein Schatten meiner selbst?
  • Vor welchen Dingen habe ich in Bezug auf Veränderung Angst? Was hingegen macht mir Mut?
  • Kann ich mit meinem Partner über die oben genannten Fragen und Antworten dazu reden?
  • Was hindert mich WIRKLICH, Veränderungen vorzunehmen?
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Das Leben ist zu wertvoll, als dass Sie die Fragen unbeantwortet lassen. Nichts im Außen kann den Ruf der Seele zum Schweigen bringen, die da sagt: “Ich träume von Lebensfreude!” Es ist an der Zeit, diese wieder zu entdecken.

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Bücher die ich zum Thema Routine und Veränderung gerne empfehle:

In Verbundenheit,

Graphische Unterschrift von Matthias Exl

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Sam

Danke mein Freund 😉

Maria

Von HERZEN DANKE Matthias <3

Sandra

Ja, all diese Fragen habe ich mir gestellt, sie haben mich gequält und ich habe mich immer wieder gefragt, was muss ICH ändern, was muss ich tun, um mehr Lebensfreude zu haben (wandern, fasten, schweigen, meine Familie verlassen….) Nein, Veränderung kann auch von Innen kommen und plötzlich werden die Gitterstäbe zu einem Weidezaun unter freiem Himmel. All das, was man als belastend empfand, die nervenden Kinder, der Haushalt, die Arbeit werden zum Geschenk und zur täglichen Freude und man begegnet dem mit Dankbarkeit. Natürlich kippt man immer wieder in alte Muster zurück, aber mal ehrlich wem passiert das nicht….. Auch… Weiterlesen »

Rebekka Kopeinig-Shahali

Lieber Matthias, danke wieder für deinen letzten “Denkimpuls” in Routine oder Leben. Ich kann mich in vielem Sandras Beitrag anschliessen,das “Glücksdetail” liegt oft direkt vor der Nase oder den eigenen Augen…… Mir fällt immer wieder eine Bemerkung einer ehemaligen Schulkollegin ein,nachdem wir unser Krankenpflegediplom “erreicht” hatten,was ja eine ECHT harte,und entbehrungsreiche Zeit war.(zu wenig Schlaf,zu wenig Lachen,zu wenig Lebensfreude ect.) Danach machte ich bewusst eine PAUSE!!!!! Sie rief mich an und fragte: NA, bist du wieder im Alltag angekommen??? NEIN,tatsächlich wurde mir ganz klar,das ICH selber diesen ALLTAG gestalten,malen,formen kann. Sicher gibts auch Rückfälle,in alte Muster,doch sind die sind mir… Weiterlesen »