Eckhart Tolle Zitat zum Thema Liebe

Das Wesen der Liebe – Was ist Liebe? Teil 1

In Gesundheit für die Seele by Matthias A. Exl5 Kommentare

Was ist Liebe? Wie passen Liebe und Freiheit zusammen? Wie passen Loslassen und Liebe zusammen? Das, was ich liebe, will ich doch nicht verlieren! Wann weiß ich, dass es Liebe ist und nicht Beziehungssucht oder irgendwelche anderen versteckten Muster? Kann ein Mensch wirklich bedingungslos lieben? Was ist mit Eifersucht, Verlustangst, Misstrauen, Kontrollbedürfnis...? Gibt es wirklich die eine große Liebe? Und was, wenn man sie in diesem Leben nicht findet?

Ich habe mir erlaubt, diese wesentlichen Fragen aus einem Email einer Leserin des Blogs zu kopieren. Ich nehme diese Zeilen zum Anlass, eine neue Serie zum „Wesen der Liebe“ zu verfassen. Heute beginne ich mit dem Thema „Was ist Liebe?“ und der Frage, ob es einen allgemein gültigen Weg gibt, jener Liebe zu begegnen.

Was ist Liebe

"Liebe ist im Allgemeinen die Bezeichnung für die stärkste Zuneigung und Wertschätzung, die ein Mensch einem anderen entgegenzubringen in der Lage ist. Der Erwiderung bedarf sie nicht. (…) Die abendländische Auffassung von Liebe wird von der Dreiteilung der antiken Terminologie geprägt. In der Antike wurden drei Begriffe verwendet, die unterschiedliche Formen von Liebe bezeichneten:

  • Éros – bezeichnet die sinnlich-erotische Liebe, das Begehren des geliebten Objekts, den Wunsch nach Geliebt-Werden, die Leidenschaft;
  • Philía – bezeichnet die Freundesliebe, Liebe auf Gegenseitigkeit, die gegenseitige Anerkennung und das gegenseitige Verstehen;
  • Agápe – bezeichnet die selbstlose und fördernde Liebe, auch die Nächsten- und „Feindesliebe“, die das Wohl des Anderen im Blick hat."

Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Liebe

Liebesformen

Wie viel haben wir bereits von unterschiedlichsten Autoren gehört, wie notwendig es sei, sich selbst zu lieben, um dadurch das Gegenüber lieben zu können. Auch hörten wir von vielen unterschiedlichen Weisheiten-Lehrern, dass nur wenige zur absoluten bedingungslosen Liebe fähig seien. So viel wurde versucht, die Liebe zu definieren und zu klassifizieren. Sollte ich nun einen weiteren Versuch starten? Ich finde nicht. Vielmehr fasse ich die eigene Erfahrung zusammen, die kein generell gültiges Modell darstellen kann oder soll.

Ich schätze mich glücklich, verschiedenste Beziehungen gelebt zu haben. Dies bedeutet nun nicht, dass es richtig oder notwendig ist, mehrere oder viele Beziehungen zu erleben. Ich bin überzeugt, dass es Menschen gibt, die all ihre wichtigen Erfahrung in einer Beziehung machen konnten. Für mich benötigte es mehrere Beziehungen, um mir über einige wesentliche Punkte klar zu werden. Heute charakterisiere ich jene Beziehungen, die mich nachhaltig prägten und für diesen Artikel wichtig sind.

Eine Beziehungsform, die ich lange lebte, war geprägt von Éros - die Leidenschaft war allgegenwärtig. Leider litt hier aber das Verständnis im Alltag füreinander. Irgendwie schien alles aus dem Gleichgewicht, himmelhochjauchzende Hochs waren gefolgt von der unglaublichen Tiefe verschiedenster Streitigkeiten. Glück und Unglück hielten sich an der Hand. Vertrauen und Misstrauen wechselten sich ab. Angst und Zuversicht waren wie zwei Seiten einer Medaille. Eine weitere Beziehungsform beruhte auf Philía - ich lebte zusammen mit „meinem Freund“. Viele schöne und liebevolle Gespräche förderten das gegenseitige Verstehen. Éros war hier ein Thema im Hintergrund. Auf Éros weitreichend zu verzichten, dafür aber innere Ruhe zu finden, schien nun der richtige – ja sogar ideale - Weg. Die Auseinandersetzung mit Agápe, der selbstlosen Liebe, begleitete mich viele Jahre. Doch diese Beziehungsform ignorierte die für mich erkannte Wichtigkeit von Éros und ich versuchte durch aktives Wegsehen jegliches Aufkeimen meiner erotischen Unruhe zu ignorieren.

Heute weiß ich, dass es die Beziehung gibt, die alles beinhaltet: Éros, Philía und Agápe. Natürlich stellt sich die Frage, WANN sich solch eine Beziehung einstellt, oder durch WELCHE UMSTÄNDE man zu einer solchen Beziehung kommt. WIE muss man sich verhalten, dass man dies erleben darf? Und die Frage, ob die Dreieinigkeit jener Liebesformen überhaupt das Ideal ist bzw. allgemein gültig ist.

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Jede Erfahrung ist richtig

Erkennen Sie, dass wirklich jede Erfahrung richtig ist. Egal welcher Bereich gerade abgedeckt oder nicht abgedeckt wird - wir sammeln Erfahrung! Erfahrung erlaubt es uns, uns besser kennenzulernen und genauer zu definieren, was uns gut oder nicht gut tut. Sie erlaubt uns zu erkennen, wer wir wirklich sind und dadurch zu sehen, wer das Gegenüber wirklich ist.

Es ist ein Fehler zu glauben, die Erfahrung eines Anderen durchleben oder kopieren zu müssen. Es gibt hunderte Wege auf den einen Berg, der sich Liebe nennt. Letztendlich führen sie alle dorthin. Wie kann man daher die Umstände festmachen, die richtig sein sollen, um dorthin zu gelangen? Wie kann man allgemein gültig definieren, wie man sich verhalten muss oder was das Ideal ist? Es ist unmöglich!

"Wie wir lieben, hängt davon ab, wie frei wir von Vorstellungen, Konzepten und Erwartungen sind." - Eckhart Tolle

Ich kann mich Eckhart Tolle nur anschließen, der da nicht sagt, was die Liebe sein sollte, sondern vielmehr, wie eben die eigenen Konzepte die empfundene Liebe formen und verformen können. Wie ich Liebe erlebe, hat mit der Auseinandersetzung mit mir und meiner Sichtweise zu tun. Aber zu gleichen Teilen auch mit dem Schicksalsstrom, der die Dinge zum richtigen Zeitpunkt geschehen lässt. Es ist daher klar: je mehr ich loslasse, je mehr ich Ängste ziehen lasse, Vorstellungen loslasse und meinem Herzen vertraue, umso mehr verändert sich mein Blickwinkel auf die Liebe.

Der Gipfel der Liebe

Was ist das Ziel der Reise auf diesen Berg? Wie sieht der Gipfel aus? Meine Lehrerin Phyllis Krystal sagte zu mir, dass es den absoluten Gipfel, die große Liebe tatsächlich gibt. So werde ich mich im nächsten Artikel der "Großen Liebe" widmen und ihrer Auswirkung auf Ängste, Zweifel, Sorgen, Kontrolle und auf das unglaubliche Geschenk des Gleichklangs.

In der Zwischenzeit empfehle ich Ihnen gerne die nachfolgenden Bücher:

Was meinen Sie, dass die Liebe ist? Ich freue mich auf Ihre Gedanken! Hier geht es zu Teil 2 der Serie über die Liebe "Die Große Liebe".

Anleitung zur Selbstreflexion - Eine Frau, die an einem Teich sitzt und ein Buch liestMein Geschenk an dich: Leitfaden zur Selbstreflexion

Für jene Menschen, die selbständig an sich arbeiten wollen, habe ich einen Leitfaden zusammengestellt, in dem ich beschreibe, wie du auf ehrliche und systematische Weise Selbstreflexion betreiben kannst. Du findest darin praktische Tipps, wie du all jene unbewussten Muster aufspüren kannst, die so viele Probleme verursachen. Die Abonnenten meines Blogs (das Abo ist kostenlos) können den Leitfaden zur Selbstreflexion gratis herunterladen. Hier kannst du dich eintragen, wenn du über neue Artikel von mir informiert werden möchtest, inklusive Gratisdownload meines achtseitigen Booklets.

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In Verbundenheit,

Graphische Unterschrift von Matthias Exl

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Kommentare

  1. Alles richtig. Meiner unmaßgeblichen Meinung nach ist Liebe eine Untermenge von Freiheit und entfaltet sich vom Herz, Bauch und Sakralem nach oben und vor allem Selbstlosigkeit und Freiwilligkeit ohne Bedingungen und Erwartungen. Dann hat es einen Rahmen, der halten kann. Wenn die Seelen sich nichts mehr zu sagen haben, zu brutal miteinander waren, die eine Seele den Schmerz der anderen nicht verkraften kann, dann darf ein Zauber auch verfliegen, aber es war trotzdem Liebe. 2 Seelen sind zugeneigt und ergänzen, bereichern sich in besten Absichten, dann ist es Liebe. Projektionen, Wünsche und Bedingungen sind Liebestöter. Liebe erkennt man, wenn man mit einem guten Gefühl beschenkt wird. Und eins noch. Liebe ist ein Kampf. Um Liebe kämpfen ist das Dümmste was man tun kann. Deswegen ist Frieden ein Kind der Liebe und die Liebe ein Kind der Freiheit.

  2. Danke! Gern. Ich meine Liebe ist KEIN Kampf. Dieses um ‘Liebe Kämpfen’ ist Holywood-Käse. Je weniger Leid desto besser. Ich wünsche jedem Liebe ohne Leiden.

    Tolles Buch hast Du geschrieben. Danke! Mulireligiös, friedlich und tolerant. Aloha 🙂

    1. Author

      Hallo Schorse,
      danke dir noch einmal für deine Zeilen un dein wertvolles Feedback. Ich freue mich, mehr von dir zu lesen,
      herzliche Grüße,
      Matthias

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