Der Slogan "Gedanken loswerden - aber wie?" auf einem gemalten Bild mit Hinweisschildern

Gedanken loswerden – aber wie?

In Gesundheit für die Seele by Matthias A. Exl1 Kommentar

Niemand kann dich mehr verletzen als du selbst. Wie fragst du dich? Andere Menschen behandeln dich vielleicht respektlos, benutzen dich, lügen und betrügen oder haben einfach dein Herz gebrochen. Doch der größte Schmerz geht von dir selbst aus: Dann nämlich, wenn du vergangene Ereignisse immer und immer wieder in deinen Gedanken durchspielst. Wenn du dich in deiner eigenen Hölle befindest, dich fragst, wie es anders hätte sein können oder was du hättest tun sollen. Doch egal wie oft du das Ereignis rekapitulierst, die Gedanken kommen wieder wie ein Peitschenschlag. Dein Grübeln quält dich mehr als alles andere… Du kennst die Lösung: Die Gedanken loswerden – aber wie?

Gehen wir davon aus, dass irgendwann irgendetwas schlimmes in deinem Leben geschehen ist. Es gibt kaum Menschen, denen nie dergleichen widerfahren ist. Vielleicht wurdest du betrogen, verlassen, belogen, benutzt, gedemütigt, auf verschiedenste Arten verletzt oder schlimmeres. Willkommen im Club der zu Recht traurigen, wütenden, verletzten oder fassungslosen Menschen. Du bist also nicht alleine mit deinen Gefühlen, nicht alleine mit deinen Gedanken und den vielleicht täglich kreisenden gedanklichen Qualen rund um das Ereignis. Vielleicht hast du jenes Ereignis bereits bearbeitet, aufgelöst, weg meditiert oder einfach nur verdrängt. Vielleicht ist es aber brandaktuell. Eine Frage wird dich sicherlich interessieren: Gibt es ein Allheilmittel für die Höllenqualen der eigenen Gedanken?

Gedanken über die Vergangenheit im Hier und Jetzt

Mache dir bewusst, dass es niemals das Ereignis der Vergangenheit selbst ist, welches dich unglücklich macht. Per Definition ist das schlimme Ereignis ein Ding der Vergangenheit. Dem wirst du nicht widersprechen können, außer du befindest dich mitten in dem schlimmen Ereignis (Bsp. eine Beziehung voller Gewalt) – dies ist ein anderes Thema. Hier geht es um bereits erlebte Dinge, die sich wie Tentakeln einer Krake immer wieder am lächelnden Gesicht festsaugen und die Luft zum Atmen rauben. Wenn das schlimme Ereignis vergangen ist, ist die Existenz der Verletzung nur mehr in Form der eigenen Gedanken präsent. Das Ereignis selbst existiert nicht mehr. Nun sind wir bereits beim ersten Schritt:

Wo kann also nur die Lösung liegen?

In der Vergangenheit? Im Beschimpfen des Peinigers im Hier und Jetzt? Im Grübeln? Im Verzweifeln? Im Anprangern? Im Hadern? All diese Aktionen sind lediglich Aktionen im Hier und Jetzt, Spielarten der eigenen Psyche, die mit den eigenen Gedanken und den daraus resultierenden Emotionen nicht klar kommt. Diese Aktionen wirken aber nur wie das Kratzen bei einem Gelsenstich. Kurz fühlt man sich besser, während das Jucken nicht dauerhaft verschwindet. An dieser Stelle sollte uns daher klar sein, dass die Lösung nicht in jenen Aktivitäten im Außen liegen kann. Vielmehr ist diese bei unseren eigenen Gedanken zu suchen – denn nur ich selber verletze mich mit jenen quälenden Gedanken! Niemand sonst!

Meine Gedanken verletzen mich

Akzeptiere, dass es deine Gedanken sind, die – auf ihrer Suche nach Läuterung und Absolution – masochistisch repetitiv wirken. Es ist deine gedankliche Interpretation von Vergangenem, die dich immer wieder auf das Neue auspeitscht. Es sind deine dem ursprünglich geschehenen Ereignis hinzugefügten Farbtöne, die das Geschehene in dir vergrößern und verstärken. Ja, es gibt Ereignisse, die niemals groß genug in die Welt hinaus geschrieen werden können. Doch kümmert es die Welt? Vielleicht hast du ein paar im Schmerz vereinte Jünger, die dein Schreien als Echo wiedergeben – doch wie lange tun sie dies? Es ist wie ein Strohfeuer von begrenzter Dauer. Übrig bleibst du, unbefriedigt dass das Schicksal die Verursacher nicht straft. In Wirklichkeit aber versinkst du in Selbstmitleid, welches den Hochofen der eigenen Qualen befeuert.

Gedanken loswerden – aber wie?

Wie werde ich nun meine Gedanken los? Was kann ich aktiv tun? Wie übernehme ich Kontrolle über meine gedankliche und emotionale Welt? Es gibt tatsächlich Dinge, die du aktiv im Hier und Jetzt tun kannst um vergangene, abgespeicherte Ereignisse nicht neuerlich zu befeuern.

  1. Wir gehen davon aus, dass du bereits alles kommuniziert und wahrscheinlich keine Entschuldigung erhalten hast bzw. jemals eine erhalten wirst. Lebe damit! Es ist vorbei, vergangen, aus! Gehe davon aus, dass der Verursacher sein Leben lebt und dies ist auch sein gutes Recht. Erkenne, dass es sinnlos ist, alte Ereignisse immer wieder zu wälzen. Mehr noch: Quäle DICH nicht, nur damit ANDERE etwas sehen, von dem du meinst, dass sie es noch nicht sehen. Quäle DICH nicht, nur damit ANDERE mitleiden und dich trösten und dir recht geben. Quäle DICH nicht, nur damit ANDERE etwas über eine Situation zu glauben beginnen, was sie momentan noch nicht glauben. Bleibe ganz bei dir und nur bei dir! Dort ist die Baustelle.
  2. Erkenne, dass egal, was im Leben geschehen ist, das Ereignis dich entweder stärker, schlauer und weiser machen oder dich brechen kann. Es ist deine Entscheidung: Akzeptiere deinen Anteil, dein masochistisches gedankliches Verhalten und ändere dich oder suhle dich weiterhin in einem gedanklichen Sumpf.
  3. Warte nicht darauf, dass das Leben besser wird, denn das Leben setzt sich durch deine Gedanken zusammen – dies bedeutet, du machst es kompliziert, jeden Tag auf das Neue. Es geht darum zu lernen, jetzt glücklich zu werden. Die Alternative ist irgendwann ein alter Mensch voller Bedauern zu werden.
  4. Du liebst und hasst Menschen, du verurteilst und liebst sie, du redest über sie und du machst Komplimente. Wichtig ist, dass du verstehst, dass all dies nichts mit den Menschen an sich zu tun hat, sondern deiner gedanklichen Interpretation der Welt entspringt. Wie kannst du deine Gedanken da so wichtig nehmen? Glaube niemals etwas, nur weil DU es gedacht hast.
  5. Beschäftige dich mit Sinnvollem! Du hast die Wahl: Denke krankmachende Gedanken oder mache einfach das, was dich glücklich macht.
  6. Bist du voll von hasserfüllten Gedanken? Diese Gedanken ersticken deine Seele, lassen dein Herz nicht mehr voller Freude schlagen. Die Folge: All deine Freude, Träume sterben durch diesen Prozess. Dieses Verhalten kann nur Unglück erzeugen. Was ist also zu tun? Vergebe, was immer geschehen ist – genau heute – um deiner selbst Willen!
  7. Du meinst, du kannst nicht vergeben? Dann vergesse nicht: jeder war einmal ein unschuldiges Kind. Schlimme Dinge werden genau von jenen Menschen getan, die selbst sehr verletzt wurden. Dies bedeutet: Alle Täter waren auch irgendwann Opfer, wodurch sie zu dem wurden, was sie heute sind.
  8. Sobald du deinen Anteil angenommen, akzeptiert und integriert hast, wirst du vielleicht auch deine eigenen Fehler der Vergangenheit erkennen. Gräme dich deswegen nicht – es ist vergangen und du hast aus den Folgen gelernt. Damals wusstest du es nicht besser. Lasse los!  Und vielleicht erwächst in dir irgendwann der Wunsch, dich für deinen Anteil zu entschuldigen.
  9. Erlerne Dankbarkeit für deine Vergangenheit, für die falschen Beziehungen und die Resultate. Warum? Sie bilden das Fundament für deine Stärke, deine Weisheit, deine Erkenntnis für die richtige und gute Beziehung zu Menschen.
  10. Erlaube NIEMANDEM, dir zu sagen, wer oder was du bist. Du bist die einzige Autorität über dein eigenes Leben – niemand sonst. Mit dieser Macht kommt auch Verantwortung: Du hast die Kontrolle, über dein Leben und deine Gedanken. Nutze deine Möglichkeit weise und höre mit den Projektionen auf – sie schaden nur dir selbst.
Auch interessant:  Wieso geht man den Jakobsweg?

Vergesse nicht: Nur wenn du bereit bist, die Gedanken über die Vergangenheit loszulassen, kann sich eine wunderbare Zukunft für dich auftun. Es gibt keinen Grund mehr, sich über die Vergangenheit aufzuregen. Wieso? Die schwierigen Menschen deiner Vergangenheit haben es offensichtlich und aus gutem Grund nicht in dein Hier und Jetzt geschafft – wieso hältst DU also noch gedanklich an ihnen fest?

Freue dich auf die Freiheit, die immer da ist! Wann spürst du sie? Ganz einfach: Wenn dir klar wird, dass du IMMER ALLES machen kannst.

Sandra hat übrigens ein sehr schönes Video zur Thematik aufgezeichnet und auch einen weiterführenden Artikel geschrieben: “10 Tage Schweigen“.

Falls du jetzt noch genauere Anleitungen oder weitere Inspiration benötigst, dann empfehle ich dir folgende Artikel:

Bist du bereit mehr zu tun? Dann lese den Leitfaden zur Selbstreflexion inklusive Zwillingseigenschaften!

Ein Tipp zum Schluss: Wir haben zwei sehr schöne Artikel in unserem Gesundheitsportal veröffentlicht, die ich dir gerne empfehle:

  • 10 positive Emotionen: Positive Emotionen, positive Gefühle, positives Denken – Das steigert Wohlbefinden, Glück und Gesundheit.
  • Glück finden: Was macht glücklich?: Wer möchte nicht glücklich, gesund und zufrieden sein? Glück hat viele Facetten und ist nicht immer leicht zu finden. Hier erfährst du Neues aus der Glücksforschung und bekommst Tipps für das Glücklichsein.

Buchempfehlungen zu Gedankenberuhigung

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Graphische Unterschrift von Matthias Exl

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Ich danke Ihnen für den interessanten Artikel. Oft ist es die Ungewissheit, die uns verunsichert und negative Gedanken auslöst.
Mit besten Grüßen,
Ina